Aktuelles

|  DruckerDrucken
Aktuelles  Aus der Branche  Verantwortung

Zinkindustrie zeigt Verantwortung

- PRESSEMITTEILUNG - vom 2.September 2008

Zurzeit ist Umweltschutz das Hauptthema der Wirtschaft. Kein Unternehmen, das sich nicht als aktiver Umweltschützer präsentiert. Irgendwie scheint Ökologie stark in Mode zu sein. Grund und Hintergrund: die öffentliche Diskussion um den Klimawandel. Zu hohe Temperaturen während des Winters, Anstieg der gemessenen Kohlendioxidkonzentration und nicht zu vergessen, die zahlreichen weltweiten Naturkatastrophen, die uns regelmäßig erschaudern lassen, machen aus dem Thema einen Dauerbrenner.

Laut Untersuchungen sollen Umweltfragen für 85 Prozent der EU-Bürger genauso wichtig sein wie soziale oder ökonomische Themen. Kein Wunder also, dass Industrie und Wirtschaft auf den fahrenden Zug springen und versuchen, aus der Not eine Tugend zu machen. Wer seine Kunden verführen will, trägt derzeit Grün, könnte man meinen. Das Label „Green“ und geschickte Appelle an das Umweltbewusstsein potenzieller Kunden werden zu Kernargumenten im Kampf um Marktanteile und Gewinnmargen.

Dabei sollte es aus Unternehmenssicht doch nicht nur darum gehen, Umsätze und Gewinne zu steigern. Die Transparenz von Produkt, Produktion und Unternehmen zählt. Haltung entscheidet. Bunte Bilder, attraktive Worthülsen und geschönte Statistiken allein sind kontraproduktiv geworden. „Wir sind der Meinung, dass eine wertorientierte Unternehmensführung nicht nur unsere gesellschaftliche Verantwortung spiegelt, sondern auch den Kunden Orientierung über ihre Geschäftspartner gibt. Das Werben mit den sozialen Werten ohne echtes Engagement mag zwar zu kurzfristigen Erfolgen verhelfen, zahlt sich aber auf Dauer doch nicht aus. Alle Bemühungen und Unternehmungen in Sachen Umwelt müssen vor allem durchdacht und nachhaltig sein“, betont Dr. Rainer Menge, Sprecher der Initiative Zink und Geschäftsführer des Mitgliedsunternehmens Xstrata GmbH (Nordenham).

Nach oben

Im Einklang mit der Umwelt und gesellschaftlichen Bedürfnissen

Dass Worte und tatsächliches Engagement in der deutschen Zinkindustrie Hand in Hand gehen, beweist zum einen die Sustainability Charter, die 2001 von der weltweiten Zinkindustrie unter dem Dach der International Zinc Association beschlossen wurde. Kernpunkt dieser Charter ist, dass sowohl Zinkerzeugung als auch -weiterverarbeitung und -verwendung im Einklang mit der Umwelt und den gesellschaftlichen Bedürfnissen sein sollen, ohne dass in irgendeiner Form Risiken für Mensch und Umwelt entstehen. Von dieser generellen Philosophie wurden praktische Richtlinien für die tägliche Arbeit der Mitgliedsunternehmen abgeleitet – eine dieser „Guiding Principles“ empfiehlt den Aufbau von Umweltmanagementsystemen und auch, diese nach ISO 14001 oder EMAS zertifizieren zu lassen.

Die ISO 14001 wurde 1996 veröffentlicht und definiert (in Verbindung mit EMAS von 1993) zum ersten Mal den Bereich Umweltmanagement: Es ist ein Umweltmanagementsystem, mit dem der Umweltschutz systematisch im Management verankert wird. Somit können bei allen täglichen Aufgaben und firmenpolitischen Entscheidungen die Umweltaspekte berücksichtigt werden, und ein Unternehmen kann nachweisen, dass es sich umweltgerecht verhält. Die Betriebe erhalten mit diesem System ein wirkungsvolles Instrument, mit dem sie Umweltbelastungen systematisch erfassen und die Umweltsituation laufend verbessern können.

Hier gehen die Unternehmen der deutschen Zinkindustrie mit gutem Beispiel voran: So haben alle Mitgliedsunternehmen der Initiative Zink an ihren Produktionsstandorten in Deutschland ein funktionierendes Umweltmanagementsystem installiert und sind hier nach ISO 14001 zertifiziert – ebenso wie die meisten Verzinkereien und Zinkdruckgussbetriebe

Nach oben

Umweltverantwortliches Handeln ist selbstverständlich

Dass umweltpolitisches Engagement in Unternehmen auch über eine ISO-14001-Zertifizierung hinaus erfolgreich ist, beweist beispielsweise die Xstrata GmbH: „Dass wir umweltverantwortlich arbeiten, ist für uns selbstverständlich. Natürlich ist unser Standort in Nordenham auch ISO-14001- durch den TÜV-zertifiziert. Zusätzlich verfügen wir als Teil der Xstrata Gruppe über eine umfangreiche und für alle dazugehörenden Unternehmen verbindliche Sustainability Policy, die im Internet veröffentlicht ist“, erklärt Dr. Rainer Menge die Umweltpolitik seines Unternehmens und beschreibt, wie bei Xstrata kontinuierlich an der umweltgerechten Verbesserung des Produktionsprozesses gearbeitet wird: „Bei der Zinkerzeugung haben wir bis zu ein Prozent elektrischer Energie bei der elektrolytischen Abscheidung gespart, weil wir die Laugereiprozesse permanent optimieren. Ein weiteres halbes Prozent ist durch den zahlreichen Einsatz von Drehzahlregelungen erreicht worden. Außerdem haben wir in zwei neue Trafo-/ Gleichrichteranlagen investiert, die in der Energieeffizienz besser sind als die alten Anlagen. Das entspricht allein für unseren Betrieb immerhin einer Kohlendioxideinsparung in Höhe von über 3.000 Tonnen pro Jahr.“

Nach oben