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Der Werkstoff Zink wird oft verkannt, obwohl er gerade im AUTOMOTIVE-Bereich regelrecht als Synonym für Innovationen steht.
Durch Einsatz von Zinkschaum kann einehohe Steifigkeit bei gleichzeitig geringem Gewicht realisiert werden. Als Crashabsorber, Schwingungsdämpfer oder zum Beispiel als ausgeschäumte Rahmen und Karosserieteile im Leichtbau werden etwa Verbundkörper (z.B. zusammen mit Aluminium) hergestellt
Die Verwendung von Zink als Lötmaterial schafft weitere Vorteile im Automobilbau. Bei herkömmlichen Schweiß- oder Lötverfahren treten verschiedene Probleme auf. Zum einen kommt es durch das Einbringen einer großen Wärmemenge zum Verzug der Bauteile. Zum anderen wird der Korrosionsschutz im Bereich der Verbindung bei zu großer Hitze zerstört. Neu entwickelte Lotwerkstoffe auf der Basis von Zink mit Anteilen von bis zu 15 % Aluminium haben einen deutlich niedrigeren Schmelzpunkt, der je nach Legierung unter 400°C liegt. So gewährleisten diese innovativen Zinkprodukte ein verzugfreies Fügen dünner Bleche und sorgen für neue Konstruktionsmöglichkeiten und optimierte Anwendungen im Leichtbau.
Jüngster Geniestreich ist die Arbeit an so genannten Overhead-Displays, die farbige Bilder auf der Windschutzscheibe und damit ins direkte Blickfeld des Fahrers projizieren. Zum Einsatz kommt dabei Zinkoxid, dessen kleine Nano-Teilchen nicht nur völlig durchsichtig sind, sondern auch den Strom schneller leiten, als etwa andere Werkstoffe in herkömmlichen Displays.
Stichwort Leichtbau: Zinkschäume kombinieren hohe Festigkeit und geringes Gewicht.
Verzinkung als Korrosionsschutz beim Automobilbau ist seit Jahren etabliert. War es vor 25 Jahren noch das „Durchrosten“, das die Lebensdauer eines PKW begrenzte, so ist dies heute kein Thema mehr. Garantien von bis zu 20 Jahren und mehr von Seiten der Hersteller sind gang und gäbe. Neu ist, dass jetzt mit Blick auf den Trend zur Gewichtsersparnis im PKW-Bau für ausgewählte Sonderanwendungen Stückverzinkungsverfahren entwickelt wurden, bei denen die Dicke der aufgebrachten Zinkschicht minimiert wird.
Doch nicht zuletzt auch durch Innovationen in der Zink-Gewinnung bzw. beim Recycling von zinkhaltigen Produkten [konnte der Energieeinsatz reduziert bei einer gleichzeitig hohen Recycling Efficiency Rate (tatsächlich recyceltes Zink im Verhältnis zur Gesamtmenge von Zink, die für ein Recycling zur Verfügung steht) gesteigert werden.