Aktuelles
Seitenübersicht



In vielen Anwendungen ist Stahl heute nicht mehr wegzudenken. Als Werkstoff für Autokarosserien, Brücken- der Gebäudearchitekturen hat er eine lange Tradition und ist im Bezug auf seine Wirtschaftlichkeit und seine mechanischen und physikalischen Eigenschaften oft unschlagbar.

Die Lebensdauer der Stahlanwendungen hängt jedoch entscheidend vom Korrosionsschutz ab – denn ohne diesen Schutz rostet Stahl. "Zink statt Rost" ist die Antwort auf diese Problemstellung. Eine feuerverzinkte Autokarosserie gilt z.B. im Karosseriebau als Qualitätsplus. Die Schutzdauer der Zinküberzüge auf Stahlteilen verlängert die Lebensdauer um Jahrzehnte. So leistet Zink einen wertvollen Beitrag zum Erhalt von Werten und verhindert, dass Stahlanwendungen frühzeitig ersetzt werden müssen.
Aber auch im privaten Haus- und Wohnungsbau wird er in wachsendem Maße eingesetzt. Ob Fertighaus oder Massivbauweise - konstruktive Teile bestehen häufig aus feuerverzinktem Stahl. Und die vielen kleinen Dinge, die oftmals nur deshalb übersehen werden, weil sie ganz selbstverständlich zu unserer Lebenswelt gehören: Das Gitter über dem Kellerschacht, Balkongeländer, Außentreppen, Terrassenüberdachungen, Wintergärten, Spielgeräte, Gartenmöbel und vieles mehr.
Die Schutzwirkung des Zinks ist sowohl passiv als auch aktiv. Neben der rein physikalischen Trennschicht, die Zink zwischen Stahl und der korrosiven Umgebung bildet, sind es die elektrochemischen Eigenschaften des Zinks, die bewirken, dass bei einer mechanischen Verletzung der Schutzschicht nicht Stahl sondern Zink korrodiert. Es kommt zum sogenannten "Selbstheilungseffekt" der Schutzschicht dort, wo sich die Korrosionsprodukte des Zinks wiederum schützend anlagern.

Quelle: Institut Feuerverzinken - www.feuerverzinken.com
Zinkschichten auf Stahl können auf unterschiedliche Weise aufgebracht werden. Beim Stückverzinken, dem sogenannten Feuerverzinken wird der Stahl in schmelzflüssiges Zink getaucht. Am kalten Stahl "friert" eine Zinkschicht an, die mit dem Stahl eine metallische Verbindung eingeht und so fest haftet. Die Stahlteile werden zunächst entfettet und gespült. In verdünnter Salzsäure werden sie anschließend gebeizt. Die Oberfläche wird in einem sogenannten Fluxbad aktiviert bevor das Bauteil in schmelzflüssiges Zink mit einer Temperatur von 440 bis 460°C eingetaucht wird.
Technische Informationen über das Feuerverzinken gibt es beim Institut Feuerverzinken.