
Etwa 35% des heute in Europa erzeugten Zinks stammt aus Recyclingmaterialien wie z.B. Zinkschrotten.
Die meisten Zinkanwendungen haben eine sehr lange Haltbarkeit. Bei Zinkblech geht man heute von über 50 Jahren aus. Deshalb kann heute auch nur das Zink recycelt werden, das vor etwa 50 Jahren verbaut wurde. Weil die heute benötigte Menge an Zink pro Jahr aber deutlich höher ist als vor 50 Jahren, reicht diese Menge nicht aus, um den Bedarf zu decken, so dass ein Teil des Zink auch heute aus Erzkonzentraten gewonnen wird.
Schätzungen, auf Grundlage des historischen Verbrauchs und des Lebenszyklus der Produkte, gehen davon aus, dass 80 Prozent des für die Wiederaufbereitung verfügbaren Zinks selbst schon wiederaufbereitet ist.

Metallischer Zinkschrott, z.B. aus den Einsatzgebieten an Dach und Fassade oder als ausgedientes Zinkdruckgussteil kann ohne Qualitätsverlust immer wieder recycelt und zu neuen Zinkprodukten verarbeitet werden.
Der hohe Wert des Altmetalls garantiert geschlossene Kreisläufe. Zinkschrott wird in Deutschland zu fast 100% wieder verwertet. Dabei liegt der Energiebedarf für das Recycling von Zinkschrotten bei nur 5% dessen, was für die Zinkgewinnung aus Erzen aufgewendet werden muss.
Der Einsatz von Zink ist vielfältig. Haupteinsatzbereiche sind das Verzinken von Stahl, Legierungsbestandteil von Messing, Zinkblech für Dach, Fassade und für die Dachentwässerung und Zinkdruckguss z.B. für den Automobilbau, im Bausektor oder für die Möbelindustrie. Je nach Einsatzbereich gibt es unterschiedliche Wege und Verfahren für das Recycling.

Stahl und Zink gehen während der Lebensdauer eines Produkts eine dauerhafte Verbindung ein. Aufgrund der guten Luftqualität, die in Deutschland heute besteht, kann davon ausgehen, dass ein großer Teil des Zinks auch nach Beendigung der Nutzungsphase des Stahlbauteils noch auf der Stahloberfläche anhaftet. Sowohl Stahl als auch Zink können aus dem Stahlschrott gut recycelt werden.
Es gibt im Wesentlichen zwei Technologien für die Massenproduktion von Stahl in denen verzinkter Stahlschrott eingesetzt wird. Zum einen ist dies die Lichtbogenofen-Technik (Electric Arc Furnace, EAF), bei der hauptsächlich Stahlschrott als Rohstoff eingesetzt wird, zum anderen die Blasstahl-Konverter-Technik (Basic Oxygen Furnace, BOF/BF), bei der Eisenerz, flüssiges Eisen und Stahlschrott eingesetzt wird. Bei den hohen Temperaturen beider Prozesse wird das Zink verflüchtigt, mit dem Prozessgas aus dem Ofen ausgetragen und im Filterstaub gesammelt.
Die Stäube variieren hinsichtlich ihres Zinkgehalts und werden in einem weiteren Verfahrensschritt - dem so genannten Wälzprozess - aufkonzentriert und in den Verfahren zur primären Zinkgewinnung als Rohstoff für die Zinkgewinnung eingesetzt.
Dieser Zyklus, in welchem Stahl und Zink endlos erneuerbar sind, bildet die Grundlage des idealen Recyclingkreislaufes. Die Wiederverwertbarkeit von Zink und Stahl trägt zur Ressourcenschonung und zum ökonomischen Nutzen für die Gesellschaft bei.


Etwa 40 Prozent des in Europa erzeugten Stahls stammen heute nicht mehr aus Erzen, sondern aus Schrotten, die im Elektroofen eingeschmolzen werden. Bei den hohen Temperaturen im Ofen wird dem Schrott anhaftendes Zink verflüchtigt und im Filterstaub gesammelt. Dieser Staub enthält bis zu 35 Prozent Zink. Hierfür ist die Schlüsseltechnologie das sogenannte Wälzverfahren, bei dem das Zink von den Filterstäuben und anderen Reststoffen getrennt wird. Das Produkt, das sogenannte Wälzoxid, wird als Einsatzmaterial in die Zinkgewinnung zurückgeführt. Für die Einführung der sogenannten SDHL-Technologie, durch die etwa 40 Prozent des anfallenden Klimagases CO2 eingespart werden können, wurde dieses Verfahren bereits 2003 mit dem Umweltpreis des Landes Sachsen ausgezeichnet. "Seitdem wurde der Wälzprozess konsequent weiterentwickelt und gilt heute als die beste verfügbare Technologie für das Recycling von Stahlwerksstäuben", so Dipl.-Ing. Andeas Ruh, Befesa Steel Services GmbH
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