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Basiswissen  Das Metall Zink  Zinkvorkommen

Zink in der Natur

Erzabbau, Australien

Zink ist in der Erdkruste mit einem durchschnittlichen Gehalt von 70mg/kg enthalten, das entspricht einem Anteil in der Erdkruste von 0,007%. Verwitterung und Abtragung von Gestein, Böden und Sedimenten durch Wind und Wasser setzen kleine Zinkmengen auf natürliche Weise in Umlauf. Zink wird von Lebewesen und Pflanzen aufgenommen, verwertet und wieder ausgeschieden. In Wasser, Luft und Boden stellt sich auf diese Weise eine natürliche Zinkkonzentration ein, die je nach Ort und Lage sehr unterschiedlich sein kann.

Australischer Sphalerit, Zinkblende

Üblicherweise schwanken die Zinkgehalte im Boden zwischen 10 und 300 mg/kg. In einigen Gebieten unserer Erde ist Zink durch natürliche geologische und geochemische Prozesse auf bis zu 5 bis 15% angereichert (50.000 – 150.000mg/kg). Gestein mit derart hohen Zinkgehalten wird als Erz bezeichnet. Das Erz enthält Zink meist als Sphalerit, d.h. als so genannte Zinkblende (ZnS), und dient neben Zinkschrotten als wichtigster Rohstoff zur Zinkgewinnung.

Wie wird Erz zum Rohstoff für die Zinkgewinnung? Zinkerze findet man in vielen Gebieten unserer Erde. Sie werden z.B. in Kanada, Südafrika, Thailand, Brasilien, Australien und in Russland abgebaut. Auch in Deutschland gab es Zinkerzlagerstätten z.B. bei Stolberg im Rheinland oder am Rammelsberg im Harz. Oberirdisch kann man in diesen Gebieten seltene Pflanzen finden, die auf zinkhaltigen Böden besonders gut wachsen – z.B. das gelbe Galmeiveilchen, das nach dem alten Namen für Zinkerz „Galmei“ benannt ist.

In Deutschland wird Zinkerz heute nicht mehr abgebaut - diese Vorräte sind inzwischen erschöpft. Der Rohstoff für die Zinkgewinnung hat also eine weite Reise z.B. aus Australien hinter sich, bevor er in Deutschland zu Zinkmetall verarbeitet wird. Reisen kostet Geld und Energie. Da versteht es sich von selbst, dass man möglichst wenig Material - meist per Schiff - transportieren möchte. 

In der Nähe der Minen, in denen Zinkerz im Tief- oder Tagebau abgebaut wird, stehen daher Anlagen, in denen der Zinkgehalt des Erzes (5-15%) auf etwa 55% im so genannten Konzentrat angereichert wird. Das abgetrennte zinkarme Gestein bleibt an Ort und Stelle. Auf diese Weise muss weniger Material transportiert werden, d.h., für den Transport wird weniger Energie verbraucht und die Zinkgewinnung verläuft umweltfreundlicher.

Zinkgewinnung