Bedeutung von Zink für die Gesundheit

Durch eine ausgewogene Ernährung ist eine ausreichende Zinkversorgung hierzulande gewährleistet. Insgesamt sind im Körper circa 2,5 Gramm Zink konstant enthalten. Der Bedarf eines Erwachsenen liegt bei circa 10 bis 15 Milligramm Zink pro Tag. Andererseits speichert der Körper kein überschüssiges Zink. Auf natürlichem Weg wird Zink kontinuierlich durch Transpiration und Verdauung ausgeschieden.

Eine umfassende Darstellung der Bedeutung einer ausreichenden Zinkversorgung für die menschliche Gesundheit und der vielfältigen Funktionen, die Zink im menschlichen Körper übernimmt, wurde 2014 hier veröffentlicht.

Zink als Schlüssel zum gesunden und unbeschwerten Altern

Zink ist ein lebenswichtiges Spurenelement, ohne Zink ist kein Leben möglich. Es aktiviert Hormone, stabilisiert die Zellmembran, beeinflusst das Wachstum und ist wichtig für Nerven, Augen, Haut, Wundheilung und für das Immunsystem. Gerade bei älteren Menschen ist Zink für die – im Alter nachlassende – Immunfunktion von zentraler Bedeutung. Die Ergebnisse der Dissertation „Rekonstruktion des dysregulierten Immunsystems durch Nahrungsergänzung mit Zink“ von Dr. Laura Kahmann legen nahe, dass klinisch gesunde, ältere Menschen von einem frühzeitigen Nachweis eines Zinkmangels und einer darauf abgestimmten Nahrungsergänzung mit Zink profitieren.

Aus vorherigen Studien ist bekannt, dass der Alterungsprozess des Immunsystems unter anderem mit einer leichten chronischen Entzündung im Körper einhergeht. Dieser Zustand lässt sich an einer erhöhten Produktion körpereigener Botenstoffe des Immunsystems nachweisen und scheint eine Hauptursache altersbedingter Erkrankungen wie Demenz, Arteriosklerose und Altersdepression zu sein. Diese Entzündung wird von den betroffenen Menschen zwar nicht wahrgenommen, führt jedoch dazu, dass im Falle einer Infektion keine adäquate Abwehrreaktion mehr möglich ist.

„Insgesamt zeigen meine Ergebnisse, dass der Ausgleich eines Zinkmangels durch eine Nahrungsergänzung mit Zink bei älteren Menschen sowohl eine chronische, leichtgradige Entzündung als auch eine fehlerhafte Reaktion des Körpers auf Entzündungen reduziert. Dadurch werden die Voraussetzungen des Immunsystems, auf eine Infektion adäquat zu reagieren, entscheidend verbessert. Daneben kann die Reaktion auf körpereigene, entartete Zellen und die pathologische Reaktion auf gesunde körpereigene Zellen – wie sie bei Autoimmunerkrankungen vorliegt – korrigiert werden“, so Dr. Kahmann.