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KlimaschutzKlimaschutz durch geringere CO2-Emissionen. Kein Werkstoff, kein Produkt kann sich heute vor dieser Forderung verschließen. Die Zinkindustrie bleibt die Antworten auf Fragen nach dem Einfluss ihrer Produkte und Produktionsweisen auf das Klima nicht schuldig. Im umfangreichen Zinc-for-life-Programm der International Zinc Association IZA sind die Aktivitäten zur Datenerhebung in Sachen Klimaschutz weltweit gebündelt. In Deutschland haben sich Unternehmen der Zinkindustrie der Initiative Metalle pro Klima angeschlossen.
Verzinkung als Korrosionsschutz z. B. beim Automobilbau ist seit Jahren etabliert. War es vor 25 Jahren noch das „Durchrosten", das die Lebensdauer eines PKW begrenzte, so ist dies heute kein Thema mehr. Garantien von bis zu 20 Jahren und mehr von Seiten der Hersteller sind gang und gäbe. Wenn wir heute an Klimaschutz denken, dann sollten wir auch vom Einsatz des Werkstoffs Zink als Korrosionsschutz für Stahl sprechen, denn schließlich werden weltweit rund 50% des produzierten Zinks in diesem Bereich eingesetzt. Ein Teil davon ist u.a. dafür verantwortlich, dass heute so viele Autobesitzer in den Genuss der Abwrackprämie kommen.
Mit Blick auf CO2-Emissionen spart Verzinken von Stahl zweimal:
Für die Produktion von 30 – 70 kg Zink sind nur 125 – 300 kWh erforderlich. Mit dieser Menge Zink läßt sich eine Tonne Stahl, für deren Produktion 2500 kWh erforderlich sind, für lange Zeit ausreichend schützen. Damit verhindert Zink nicht nur unnötige CO2-Emissionen sondern sichert und verlängert die Lebensdauer von Kapitalinvestitionen und hilft wie zum Beispiel im Fall der öffentlichen Infrastruktur bei der Reduzierung von Kosten.

Während im Automobilbereich kontinuierliche Bandverzinkungsverfahren zum Einsatz kommen, werden einzelne Stahlbauteile wie z.B. Träger stückverzinkt. Man nennt dieses Verfahren auch Feuerverzinken.
Schon 50 Jahre Klimaschutz
Auf der Grundlage der so genannten Parkhausstudie von 2006 sind Berechnungen zum CO2-Einsparpotenzial durch Feuerverzinken im Vergleich zu anderen Korrosionsschutzsystemen für Stahl möglich. In Deutschland wurden während der letzten 50 Jahre mehr als 45 Millionen t Stahl durch Feuerverzinken vor Korrosion geschützt und damit über 5 Millionen t CO2 eingespart. „Seit dem Bau des Eiffelturms im Jahr 1889 hätten etwa 1.142 t CO2-Emissionen vermieden werden können, wenn der Turm beim Bau bereits feuerverzinkt worden wäre.“, so Dr. Sabina Grund, Initiative Zink

10.000.000 Tonnen CO2 weniger
Durch Stückverzinken werden in Deutschland derzeit jährlich mehr als 150.000 t CO2 eingespart, wenngleich das theoretische Potenzial bei über 200.000 t CO2-Einsparungen liegt. Rechnet man dieses Potenzial auf die nächsten 50 Jahre hoch so ergibt sich durch konsequente Anwendung der Feuerverzinkung bei Korrosionsschutzaufgaben eine Einsparmenge von 10 Millionen t CO2 in den nächsten 50 Jahren.
Korrosionsschutz = Klimaschutz
Die in Deutschland ansässigen Feuerverzinkereien setzen jährlich rund 90.000 t Zink ein. Davon stammen bis zu 20 % aus Sekundärzink. Somit werden durch die Verwendung von Umschmelzzink allein in diesem Teil der Zinkindustrie pro Jahr rund 134.000 t CO2
In Ökobilanzen zu Bauzinkanwendungen schneidet Zink in den entsprechenden Wirkkategorien wie dem Treibhauspotenzial ausgezeichnet ab. Wichtig ist dabei unter anderem das Recycling des Werkstoffs: Für das Recycling von Zinkblech von Dach, Fassade und Dachentwässerung werden nur etwa 5% des Energieeinsatzes für die Gewinnung von Zink aus Erzen benötigt (Quelle: „Sachbilanz Zink“ von Prof. J. Krüger). Das bedeutet allein in Deutschland eine CO2-Einsparung von rund 100.000 t pro Jahr durch das Recycling von Zinkblechschrotten.
In seiner Schriftenreihe hat das Umweltbundesamt 2005 eine Ökobilanz zu metallischen Bedachungsmaterialien veröffentlicht (UBA-Texte 19/05). Dabei ist zu berücksichtigen, dass unbeschichtete Metalle aufgrund ihrer Langlebigkeit und ihrer Wartungsfreiheit gegenüber anderen Bedachungsmaterialien ohnehin große Vorteile unter Umweltaspekten bieten. Speziell Zink fällt in der Ökobilanz des Umweltbundesamt durch außerordentlich niedrige Emissionswerte auf. Dies gilt auch und vor allem für das so genannte Treibhauspotenzial.
Das Tauw Milieu bv lntegrated Environmental Projects Department kommt in seiner Untersuchung zu Regenrinnen aus unterschiedlichen Materialien „Life Cycle Assessment of zinc gutters, review and update“ schon 1996 zu vergleichbaren Ergebnissen.
Energiegewinnung durch Windkraft, Wasserkraft oder Sonnenlicht ist klimafreundlich – das ist unbestritten. Nachhaltig sind auch solche Anlagen nur dann, wenn sie zuverlässig funktionieren und eine lange Lebensdauer aufweisen – auch unter extremen Bedingungen (z.B. Offshore, oder Wüste).
An herkömmlichen Windkraftanlagen kann man überschlägig von 2,5 t feuerverzinktem Stahl pro MW installierter Leistung ausgehen. Bei Gittermastanlagen ist die verzinkte Tonnage erheblich größer. Betonmasten von Windrädern im Offshorebereich können durch Spritzverzinken vor Korrosion geschützt werden.
Das Solarsystem SunCarrier des Würzburger Unternehmems a+f wurde mit dem Innovationspreis Feuerverzinken 2008 des Industrieverbands Feuerverzinken e.V. ausgezeichnet. Seine feuerverzinkte Konstruktion, die die Solarzellen trägt und unabhängig von Witterungseinflüssen präzise und über Jahre hinweg der Sonneneinstrahlung nachführt, setzt neue Maßstäbe in der Sonnenenergienutzung.



Zinkoxid ist darüber hinaus ein Material, dass bei der Produktion der neuen Dünnschichtsolarzellen zum Einsatz kommt.
„Die Kombination technischen Fortschritts mit moderner, ästhetischer Optik kann jetzt auch Umweltmuffel zur Nutzung regenerativer Energien bewegen.“ Stellt Dr. Sabina Grund, Initiative Zink fest. „Neue Entwicklungen im Bereich Bauzink zur Integration von Solarthermie oder Photovoltaik erlauben die formschöne Nutzung von Sonnenenergie“.