Aktuelles
International Zinc Association (engl.):
Ökobilanzaktivitäten der Zinkindustrie
Nachhaltigkeit des Feuerverzinkens:
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Ökobilanzen


Ökobilanzen geben Auskunft über Emissionen und Umweltauswirkungen von Produkten. Die Angabe des heute so wichtigen Carbon Footprints beispielsweise ist ein Ergebnis einer umfassenden ökobilanziellen Analyse. Ein anderer Ausdruck für Ökobilanzen ist die so genannte LCA (=Life Cycle Analysis).
Für die Verfahrensschritte der Zinkgewinnung, des Zinkrecyclings und der Zinkverarbeitung liegen umfangreiche Daten vor. Zu zahlreichen Zinkprodukten gibt es Ökobilanzen.
Die weltweite Zinkindustrie bündelt ihre Ökobilanzaktivitäten im "zinc-for-life-Programm" der International Zinc Association IZA. In Zusammenarbeit mit international anerkannten Experten werden hier die Daten gesammelt, aufbereitet und zugänglich gemacht.

Das Feuerverzinken als Korrosionsschutz für Stahl hat sich in mehreren ökobilanziellen Studien aus Umweltsicht - und hier vor allem bei den CO2-Emissionen – als vorteilhaft erwiesen. Untersucht wurden Balkone und Parkhäuser aus feuerverzinktem Stahl. (Quelle)
In seiner Schriftenreihe hat das Umweltbundesamt 2005 eine Ökobilanz zu metallischen Bedachungsmaterialien veröffentlicht (UBA-Texte 19/05). Dabei ist zu berücksichtigen, dass unbeschichtete Metalle aufgrund ihrer Langlebigkeit und ihrer Wartungsfreiheit gegenüber anderen Bedachungsmaterialien ohnehin große Vorteile unter Umweltaspekten bieten. Speziell Zink fällt in der Ökobilanz des Umweltbundesamt durch außerordentlich niedrige Emissionswerte auf. Dies gilt auch und vor allem für das so genannte Treibhauspotenzial. Das Tauw Milieu bv lntegrated Environmental Projects Department kommt in seiner Untersuchung zu Regenrinnen aus unterschiedlichen Materialien „Life Cycle Assessment of zinc gutters, review and update“ schon 1996 zu vergleichbaren Ergebnissen.
Ergebnisse aktueller ökobilanzieller Studien werden von der International Zinc Association IZA nach Abschluss veröffentlicht.
"Zinkdruckgusslegierungen haben einen niedrigen Schmelzpunkt (ca. 400°C). Der Energiebedarf zum Schmelzen einer Tonne Zinkdruckgusslegierung beträgt 130 kWh und ist damit im Vergleich mit anderen metallischen Gusswerkstoffren sehr gering. Entsprechend niedrig sind deshalb auch die mit dem Schmelzen des Legierungsmetalls verbundenen Emissionen (z.B. CO2)." [Anrew Green, IZA, Director Environment and Sustainability in "Die Casting Engineer" Mai 2009, Seite 56]
Zinkdruckguss zeichnet sich außerdem durch eine hohe Präzision und damit durch endabmessungsnahes Gießen aus. Hierdurch entfallen die sonst üblichen Nachbearbeitungsschritte. Das bedeutet weniger Emissionen und ein geringerer Schrottanfall.
Zinkdruckguss ist konform mit den Bestimmungen der RoHS.

Die Sachbilanz der Zinkerzeugung und -verarbeitung wurde von Prof. Krüger, RWTH Aachen und seinen Mitarbeitern in 2001 fertiggestellt und publiziert. Viele der darin enthaltenen ökobilanziellen Daten sind heute noch aktuell.
Die Sachbilanz kann kostenfrei über die Initiative Zink bezogen werden.