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Klima / Umwelt  Umweltschutz
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Zink in der Umwelt

Zink ist ein in Wasser, Luft und Boden natürlich vorkommendes Element. Für Menschen, Tiere und Pflanzen ist es lebensnotwendig, d.h. essenziell. Die natürliche Zinkkonzentration in der Umwelt ist regional unterschiedlich. So kann Erdboden/Gestein an einem Ort nahezu zinkfrei sein, während anderswo die natürliche Zinkkonzentration im Boden bis zu 15% betragen kann. Die Lebewesen und Pflanzen haben sich im Laufe der Jahrmillionen in Gegenwart des natürlichen Zinks entwickelt und sind optimal an die jeweils vorliegende Konzentration angepasst.

Durch den Abbau von Zinkerz und die Produktion von Zinkprodukten verschiebt der Mensch die natürlichen Zinkkonzentrationen z.B. von 5 bis 15% im Zinkerz nach fast 100% im Zinkblech. Grund genug, sich Gedanken darüber zu machen, welche Auswirkungen diese Verschiebung auf die Umwelt hat.

Zink zählt unter diesem Aspekt heute zu den am besten untersuchten Metallen. Umfangreiche Forschungsarbeiten der vergangenen zehn Jahre bilden die Basis dafür, dass man heute Fragen nach Auswirkungen unterschiedlicher Zinkkonzentrationen in der Umwelt und deren Ursachen gezielt beantworten kann.

Zinkkonzentrationen in der Umwelt

Oberflächengewässer in Deutschland werden heute umfangreich beprobt und überwacht. Neben vielen anderen Elementen wird dabei auch die Zinkkonzentration der Gewässer gemessen. Dabei stellt man fest, dass die Zinkkonzentrationen regional sehr unterschiedlich sind und jahreszeitlich schwanken. Regionale Konzentrationsunterschiede haben ihre Ursache unter anderem in den unterschiedlichen Zinkgehalten im Erdboden. Beiträge zur jahreszeitlichen Schwankung liefern z.B. der herbstliche Laubfall oder die Schneeschmelze in den Bergen im Frühjahr. Die Zuordnung von Zinkkonzentrationen zu den damit verbundenen Eintragsquellen ist in den letzten Jahren am Beispiel der Ruhr ausführlich untersucht worden. Laufende Arbeiten befassen sich mit dem Rhein und seinen Zuflüssen.

Bioverfügbarkeit

Die Wirkung von Zink auf Organismen (Menschen, Tiere und Pflanzen) wird oft anhand seiner Konzentration im Wasser oder im Boden bzw. in der Nahrung abgeschätzt. Tatsächlich ist es jedoch nur ein kleiner Teil des Zinks, der jeweils vom Organismus aufgenommen werden kann. Diese aufnehmbare Menge nennt man „bioverfügbar“. Sie hängt von vielen Faktoren ab. Im Wasser sind dies z.B. die Wasserhärte, der pH-Wert und die neben Zink vorhandenen weiteren Elemente. In den letzten Jahren hat es umfangreiche Forschungsprogramme zur Bioverfügbarkeit von Zink gegeben. Inzwischen sind die Mechanismen der Bioverfügbarkeit sehr gut bekannt und finden Eingang in die Umweltgesetzgebung z.B. bei der Festlegung von Qualitätszielen.

Emissionen

Die Zinkindustrie hat sich in der 2001 verabschiedeten Sustainability Charter zu den Prinzipien der Nachhaltigkeit bekannt. Der Nachweis der Einführung dieser Prinzipien in die tägliche Praxis erfolgt nicht zuletzt über Umweltmanagementsysteme und entsprechende Zertifikate. Darüber hinaus sind Unternehmen die in Deutschland produzieren gesetzlich dazu verpflichtet, Emissionen zu minimieren. Eine enge Zusammenarbeit mit den Umweltbehörden vor Ort führte verschiedentlich zum Begriff der „gläsernen Hütte“ als Ausdruck des gegenseitigen Vertrauens. Zinkkonzentrationen haben in den Flüssen Deutschlands über lange Jahre stetig abgenommen. Grund hierfür waren die Investitionen der Unternehmen in Filter und andere Reinigungssysteme.

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