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Nachhaltigkeit  Ressourceneffizienz
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Ressourceneffizienz

Bis 2050 wird nach Schätzungen der vereinten Nationen die Weltbevölkerung von heute knapp sieben Milliarden auf dann mehr als neun Milliarden Menschen anwachsen. Die Europäische Kommission leitet einen tiefgreifenden Wandel ein, um auch in den kommenden Jahrzehnten eine gute Lebensqualität der Menschen in Europa und in anderen Teilen der Welt sicherzustellen.

Am 20. September 2011 hat die Kommission die Mitteilung "Fahrplan für ein ressourcenschonendes Europa" veröffentlicht. Dieser "Fahrplan" (Roadmap) wird ein zentraler Baustein dieses Wandels sein: "Im Laufe des 20. Jahrhunderts hat sich der weltweite Verbrauch von fossilen Brennstoffen verzwölffacht. Der Abbau von Bodenschätzen ist um den Faktor 34 gestiegen. In der EU verbrauchen wir heutzutage jährlich 16 Tonnen Werkstoffe pro Person, davon werden 6 Tonnen zu Abfall und die Hälfte endet auf einer Deponie. Trends deuten jedoch darauf hin, dass die Zeit der im Überfluss vorhandenen und preisgünstigen Ressourcen vorüber ist. (...) Wenn wir Ressourcen weiterhin in demselben Tempo verbrauchen, benötigen wir bis 2050 insgesamt das Äquivalent von mehr als zwei Planeten, und die Hoffnungen vieler Menschen auf eine bessere Lebensqualität werden nicht erfüllt."

Die Bundesregierung arbeitet unter dem Titel "Nationaler Aktionsplan Ressourceneffizienz (ProgRess) ebenfalls an einem Effizienzprogramm.

Die Bedeutung ressourceneffizienten Handelns wurde vom Umweltbundesamt im November 2010 in der Broschüre "Rohstoffeffizienz - Wirtschaft entlasten, Umwelt schonen" so formuliert: "Der sparsame Umgang mit den natürlichen Ressourcen ist neben dem Klimaschutz eine der zentralen umweltpolitischen und auch wirtschaftlichen Herausforderungen. Die Nutzung von Rohstoffen (wie Energieträger, Baumineralien, Metalle) ist die Basis jedes Wirtschaftens. Sie sind ein wesentlicher Produktionsfaktor, der nur in Grenzen substituierbar ist."

Der Begriff „Ressource“

Der Begriff Ressourcen ist zunächst ein sehr allgemeiner. Unterschiedliche Forschungsinstitute und Institutionen sehen unterschiedliche Ressourcen im Zentrum der Effizienzbestrebungen. Während die europäische Roadmap stärker auf den Schutz von Umweltmedien wie Boden, Wasser und Luft eingeht, stehen beim Effizienzprogramm der Bundesregierung eher die effiziente Bewirtschaftung nichtenergetischer Rohstoffe, Erze und Industrie- und Baumineralien sowie biotischer Stoffe im Vordergrund.

Wir haben schon viel erreicht

Die Unternehmen der Zinkindustrie in Deutschland haben sich mit dem Thema Ressourceneffizienz auseinandergesetzt - und das nicht erst seit heute. Die effiziente Nutzung von Ressourcen ist die Voraussetzung für wirtschaftliches Handeln. Dabei hat die Zinkindustrie gemeinsam mit den übrigen Unternehmen der Nicht-Eisen-Metallindustrie schon viel erreicht. Die WirtschaftsVereinigung Metalle stützt sich auf offizielle Zahlen des statistischen Bundesamts bei der Aussage: "Die deutsche Wirtschaft ist im Zeitraum 2000 ‐ 2008 bei der Verwendung von Metallen nach offiziellen Daten des Statistischen Bundesamtes nachweisbar deutlich effizienter umgegangen."

Die Erfolge der Vergangenheit sind aber kein Grund zum Ausruhen. Durch die Sammlung von Beispielen aus der betrieblichen Praxis, bei denen der effiziente Umgang mit Ressourcen im Fokus steht, belegen die Unternehmen, dass die Effizienzsteigerung zum Alltagsgeschäft gehört.

Es gibt genug Zink

Die Studie "Critical Raw Materials for the EU", die 2010 im Auftrag der Europäischen Kommission durchgeführt wurde hat ergeben: Zink zählt danach nicht zu den versorgungskritischen Rohstoffen. Tatsächlich sind zusätzlich zu den abbauwürdigen 250 Millionen Tonnen Zinkreserven derzeit weitere 1,9 Milliarden Tonnen Zink in Lagerstätten bekannt (USGS 2011).

Recycling als wichtiger Faktor

Zink wird - wie Metalle generell - nicht "verbraucht" sondern "gebraucht". Das heißt, dass Zink aus den meisten seiner Anwendungen nach Ablauf der Nutzungsphase wieder gesammelt und recycelt wird und das ohne Qualitätsverlust immer wieder. Es mag allerdings eine ganze Zeit lang dauern, bis ein Zinkprodukt wieder ein Zinkrohstoff wird. Die meisten Zinkprodukte haben eine sehr lange Haltbarkeit. Zinkblech hält bis zu 200, verzinkter Stahl bis zu 100 Jahre. Dabei ist das Recycling von Zinkblech beispielsweise energetisch viel günstiger als die Zinkgewinnung aus Erzen.

„Weniger“ ist nicht immer „besser“: intelligente Produktentwicklung für effektive Ressourcennutzung

Ökobilanzen und Umweltproduktdeklarationen belegen, dass ein effizienter Einsatz eines Werkstoffs nicht immer gleichbedeutend damit ist, möglichst wenig davon zu verwenden. Prominentes Beispiel ist der schwerere und teurere Dieselmotor, der im Vergleich zum Benziner in der Nutzung verbrauchsärmer ist. Wenn Stahl durch Verzinken viel länger hält, so ist das ein sehr nachhaltiger, d.h. ein Ressourcen schonender Einsatz von Zink. Wenn Zinkblech nicht nur als Bedachungsmaterial eingesetzt wird, sondern gleichzeitig die integrierte Energiegewinnung durch Solarthermie bereitstellt, so ist dies ein nachhaltiger Einsatz von Zink zur effektiven Nutzung vorhandener Ressourcen.

Die Zinkindustrie verfolgt die Prinzipien der Nachhaltigkeit auch bei der Forschung und Entwicklung. Das Ergebnis sind Innovationen, bei denen dem Ressourcenschutz Rechnung getragen wird. Endabmessungsnahes Gießen bei Einsparung aufwändiger Nachbearbeitungsschritte, der Guss von Hohl- oder Schaumkörpern zur Verringerung des Gussteilgewichts im Fahrzeugbau sind dabei nur einige Beispiele. Mehr Beispiele finden Sie hier.

Seitenübersicht

  • Selbstverpflichtung
  • Ressourceneffizienz
    • Haltbarkeit
    • Recycling
    • Zinkvorräte
  • Klimaschutz
  • Praxis-Beispiele
  • Ökobilanzen

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