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Dienstag 22. Dezember 2009 11:50 Alter: 2 Jahre

Rückblick, Einblick, Ausblick: Initiative Zink feiert zehnjähriges Jubiläum

Kategorie: Initiative Zink
Von: Initiative Zink

2009 war ein Jahr voller Jubiläen: 2.000 Jahre Varusschlacht, 600 Jahre Universität Leipzig, 400 Jahre Galileis Fernrohr und Charles Darwin feierte seinen 200. Geburtstag – Highlights, die durch zahlreiche Retrospektiven begleitet wurden. In diesen hochkarätigen Reigen mischt sich ein vergleichsweise junges „Geburtstagskind“: Die Initiative Zink beging 2009 ihr zehnjähriges Jubiläum.

Chemiekurs beim ExperimentierenDie Nachwuchsarbeit ist einer der Schwerpunkte der Initiative Zink, denn den Mitgliedsunternehmen war und ist es wichtig, dass Kontakte zwischen Schulen und Unternehmen der Zinkindustrie intensiviert werden.

Im Vergleich kaum ein Grund zu einer Retrospektive, möchte man auf den ersten Blick meinen. Bedenkt man jedoch, dass in den Mitgliedsunternehmen der Initiative Zink jahrzehntelanges Know-how einer ganzen Branche verbunden ist und dass die Arbeit einem Werkstoff gewidmet ist, der bereits im Altertum als Legierungsbestandteil von Messing Verwendung fand und im 14. Jahrhundert als eigenständiges Metall entdeckt wurde, kommt eine viel größere, bedeutendere Dimension ins Spiel. Zehn Jahre Initiative Zink sind also durchaus eine gute Gelegenheit für einen Rückblick, aber auch, um neue Ziele und Herausforderungen zu formulieren.

Bei ihrer konstituierenden Sitzung im Jahr 1999 hat es sich die Initiative Zink zum Ziel gemacht, den Werkstoff Zink, die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und Eigenschaften sowie seine Bedeutung für den Menschen bekannter zu machen. „Dass die Initiative Zink vor zehn Jahren gegründet wurde, hatte mehrere Auslöser“, erinnert sich Jürgen Ulmer, 1999 Hauptgeschäftsführer der WirtschaftsVereinigung Metalle, unter deren Dach die Initiative Zink gegründet wurde. „Uns ist einerseits bewusst geworden, dass sich einzelne Unternehmen in der Zinkindustrie, ja sogar Mitarbeiter auf verschiedenen Ebenen spezialisiert haben, aber dass der große Zusammenhang fehlte. Mit der Initiative wollten wir ein Gremium schaffen, in dem das Fachwissen von Zinkerzeugung über -verarbeitung bis -recycling gebündelt ist und das als fachkundiger Ansprechpartner für alle Belange rund um dieses Metall aufgestellt sein soll. Zum anderen sollte das positive Image, das Zink zwar viele Jahre hatte – ich erinnere nur an die Kampagne ‚Zink statt Rost’ und an die Revolution bei der Haltbarkeit von Autos durch vollverzinkte Karosserien –, aber in der öffentlichen Meinung durch Negativberichterstattung über Schwermetalle etwas überschattet wurde, wieder durch seriöse und solide, faktenbasierte Kommunikation aufgebaut und gestärkt werden.“

Ziel: Zink erleb- und begreifbar machen

Zink erleb- und begreifbar zu machen, Vorurteile abzubauen und vielfältige Anwendungsmöglichkeiten aufzuzeigen war Ziel der Arbeit der Initiative Zink. Um dieses zu erreichen, wurden verschiedene Wege gegangen: Viel Detail-, Informations- und Unterstützungsarbeit war beispielsweise im Zusammenhang mit der EU-Altstoffverordnung im Vorfeld von REACH – der europäischen Verordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe – erforderlich. Auch andere Forschungsbeiträge wurden durch die Initiative Zink finanziell gefördert. Ein Highlight ist zudem die Imagekampagne „Zink. Pures Leben.“, die im Juni 2006 startete und mit einer Mischung aus fundierter Fachinformation und unterhaltsamer Wissensvermittlung die Eigenschaften des vielseitigen Elements zeigt. „Dass eine doch eher traditionelle Branche wie die deutsche Zinkindustrie mit einer einfachen Büroklammer, die von rot geschminkten Lippen provokant ins Bild gehalten wird, für ihre Industrie wirbt, hätte ich eigentlich nicht für möglich gehalten. Aber irgendwann war das allgemeine Credo: ‚Warum nicht? Das ist prägnant und einprägsam!’“, erinnert sich Dr. Rainer Menge, Sprecher der Initiative Zink und Geschäftsführer der Xstrata Zink GmbH.

Auch die Nachwuchsarbeit ist einer der Schwerpunkte der Initiative Zink, denn den Mitgliedsunternehmen war und ist es wichtig, dass Kontakte zwischen Schulen und Unternehmen der Zinkindustrie intensiviert werden. Diese Zusammenarbeit wird beispielsweise in Schulprojekten gepflegt: Da werden im Kunstunterricht aus Zinkblech kleine Kunstwerke gestaltet oder in den naturwissenschaftlichen Fächern wird der Frage nachgegangen, wie eigentlich metallisches Zink elektrolytisch erzeugt wird oder wie man technisches Zinksulfat erzeugen kann.

Initiative Zink als Dialogpartner der Zinkindustrie

„Das alles ist natürlich kein Selbstläufer und funktioniert auch nicht von allein. Letztendlich lebt eine Organisation wie die Initiative Zink vom Engagement ihrer Mitglieder, die mit Herzblut dahinter stehen und sich auch mal für bisher unbeschrittene Wege stark machen. Ich war das Bindeglied zwischen der WirtschaftsVereinigung Metalle als Mutter und der Initiative Zink als Tochter. Und wie das in einer Familie nun mal so ist: Einer muss auch mal kleine Auseinandersetzungen beilegen und Kompromisse herbeiführen. Dafür habe ich mich gern eingesetzt. Und wenn ich jetzt sehe, wie die Initiative Zink gewachsen und vor allem zusammengewachsen ist, freue ich mich sehr darüber“, blickt Dorothee Broeckmann auf die Zusammenarbeit zurück.

In den vergangenen zehn Jahren konnte sich die Initiative Zink als kompetenter Ansprechpartner bei allen Fragen rund um Zink – egal, ob für Behörden, Anwender von Zink oder Privatpersonen – etablieren. Dr. Rainer Menge zieht eine positive Bilanz: „Es ist schwieriger, ein Vorurteil zu zertrümmern als ein Atom, sagte Albert Einstein einmal. Ich gebe ihm Recht: Es ist schwierig. Aber wie man an den vergangenen zehn Jahren sieht, ist es auch zu schaffen – wenn man als Branche an einem Strang zieht und geschlossen auftritt. Wir konnten viele Vorurteile ab- und Wissen aufbauen, Zink, seine Anwendungen und Vorteile sind jetzt bekannter denn je. Davon profitieren nicht nur die Unternehmen, sondern auch der Wirtschaftsstandort Deutschland: Zink wird nun einmal in nahezu allen Bereichen des Lebens gebraucht. Zink ist ein lebensnotwendiges Spurenelement, seine Anwendung als Korrosionsschutz für Stahl hilft dem Klima und schont die Ressourcen. In Automobilen und im Transportwesen ist es ebenso unverzichtbar, wie es im Baubereich zur Ästhetik beiträgt. Diese wichtigen Botschaften haben wir mit unserer Arbeit in den vergangenen Jahren deutlich machen können.“

Herausforderungen für die Zukunft

2009 ist aber nicht nur das Jahr herausragender Jubiläen, sondern auch das Europäische Jahr der Kreativität und der Innovation – und damit nicht nur Gelegenheit für einen Rückblick, sondern auch für Gedanken an zukünftige Herausforderungen. Der Drang nach Verbesserung von Bestehendem und die Entwicklung von Neuem mit dem Blick auf eine lebenswerte Zukunft sind Motoren der Wirtschaft und zudem wichtige Ressourcen. Zink ist auch dafür ein gutes Beispiel, denn in vielen Wirtschaftszweigen sind derzeit Materialwissenschaftler, Verfahrenstechniker, Umweltökonomen und sogar Biologen und Soziologen damit beschäftigt, die besonderen Eigenschaften von Zink in verbesserter Form und in neuen Bereichen zu erforschen, zu testen und das erworbene Wissen in die Praxis umzusetzen. Für kaum ein anderes Material gibt es aktuell so viele neue Anwendungsgebiete – bei gleichzeitig so guten Ökobilanzen. „Generell wird es immer wieder neue Aspekte geben, auf die man reagieren muss. Umweltrelevante Themen werden aber sicher auch zukünftig einen Schwerpunkt der Arbeit der Initiative Zink bilden. Einen weiteren wesentlichen Aspekt sehe ich bei der positiven Besetzung des Themas ‚Zink und Klimaschutz’. Wichtig ist nur, dass die Initiative Zink mit ihrer Arbeit nicht aufhört und kontinuierlich daran weiterarbeitet, als seriöser Partner wahrgenommen zu werden“, sind sich Jürgen Ulmer, Dr. Rainer Menge und Dorothee Broeckmann einig und blicken für die Initiative Zink optimistisch in die Zukunft.

Kontakt:

INITIATIVE ZINK in der WirtschaftsVereinigung Metalle
Doreen Köstler
Public Relations
Am Bonneshof 5, 40474 Düsseldorf
Fon: 02 11.47 96 176 / 02 11.15 96 40 23
Mobil: 01 60.94 69 41 74
Fax: 0211.47 96 25176
E-Mail: doreenkoestler(at)initiative-zink.de
Web: www.zink.de

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