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Montag 30. Juni 2008 12:26 Alter: 4 Jahre

Zinc Die Casting Fokus 2008

Kategorie: Initiative Zink
Von: Initiative Zink

Vom 11. bis 13. Juni 2008 folgten 100 Zinkdruckgussexperten – Produktentwickler, Konstrukteure, Druckgießer und Endverbraucher – aus 18 Nationen weltweit der Einladung der International Zinc Association Europe (IZA Europe), die in Barcelona eine Tagung zum Thema „Blickpunkt – Zinkdruckguss" durchführte. Ziele dieser dreitägigen Veranstaltung waren, sowohl einen aktuellen Überblick über die technischen Entwicklungen beim Zinkdruckgussverfahren innerhalb der letzten fünf Jahre zu geben als auch eine Plattform für Kontaktaufbau und -pflege innerhalb der Branche zu bieten.

Die Tagung wurde von der IZA Europe im Rahmen laufender Aktivitäten im Zinkdruckgussbereich – wie die Bereitstellung von Informationsmaterial und Daten über die zentrale Internetseite www.zinc-diecasting.info – ausgerichtet. Im Fokus der Konferenz standen neue Produktions- und Legierungsentwicklungen im Bereich Zinkdruckguss, die Nachbehandlung von Zinkdruckgussteilen, Umwelt und Materialkreislauf sowie Marketing für und Einsatzfelder von Zinkdruckguss. Der Plenarvortrag zum Thema „Zinkdruckguss – Überblick und neue Entwicklungen" wurde von Prof. Lothar Kallien (FH Aalen) gehalten.

Für die unterschiedlichen Schwerpunkte der Fachvorträge konnten 25 Spezialisten gewonnen werden. Beispielhaft für den während der Tagung dokumentierten hohen Entwicklungsstand der Zinkdruckgusstechnik sind die folgenden Produkte und Verfahren:

Zincopor-Druckgussteile: Sie bestehen im Kern aus Zinkschaum und zeichnen sich durch eine porenfreie, dichte Oberfläche aus. Im herkömmlichen Warmkammer-Druckgießverfahren lassen sich kompakte Teile herstellen. Bereiche, in denen Gewinde geschnitten werden oder zum Beispiel Nietzapfen eingearbeitet werden müssen, können gezielt porenfrei gegossen werden. Mit diesem Verfahren sind Gewichtseinsparungen von bis zu 50 Prozent im Vergleich zum herkömmlichen Zinkdruckguss möglich. Hersteller und Entwickler dieses innovativen Verfahrens ist die Havelländische Zink-Druckguss GmbH & Co KG.

Bi-Material-Druckgießverfahren: Mithilfe dieses Verfahrens lassen sich auf einer modifizierten Warmkammer-Druckgießmaschine Zink und Kunststoff in einem Arbeitsgang zu einem Verbundteil vergießen. Man erhält so ein "verkunststofftes" Zinkdruckgussteil, das zum Beispiel mit Befestigungsclips ausgestattet ist. Dadurch lassen sich erhebliche Weiterverarbeitungsschritte einsparen. Hersteller und Entwickler dieses Verfahrens ist Zinkteknik, Schweden, in Kooperation mit Urpe, Spanien.

Chancen und Herausforderungen im Bereich Zinkdruckguss wurden von Dr. Didier Rollez, Vertreter des Unternehmens Nyrstar und Vorsitzender des Arbeitskreises Zinkdruckguss bei der IZA Europe, vorgestellt: "Aktuelle Herausforderungen, vor die unsere gesamte Branche gestellt ist, sind eindeutig der Zinkpreis, die Erhaltung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit in Zeiten globaler Märkte, der Einsatz von Spitzentechnologie, die den Anforderungen des Markts gerecht wird und natürlich auch der Schutz unserer Umwelt. Diesen Herausforderungen können wir jedoch nur begegnen, wenn wir kontinuierlich an der Entwicklung innovativer Prozesstechnologien und Herstellungsverfahren arbeiten – und dabei offen für Neues sind und auch einmal um die Ecke denken, um markttaugliche Lösungen zu finden. Das Potenzial dafür bietet unser Werkstoff – wir müssen es aber noch weiter ausbauen und auch nutzen."

Die vielfältigen Tagungsbeiträge zum Thema "Innovationen" in den Bereichen Legierungsentwicklung, Druckgusstechnik und Zinkdruckguss allgemein haben diesen Anspruch unterstrichen und gezeigt, dass die Chancen und zukünftigen Möglichkeiten dieses Verfahrens viel versprechend sind.

Einen Überblick über die jetzt zur Verfügung stehenden und die zukünftigen Informationsquellen zu Technik und Einsatz von Zinkdruckguss gab Dr. Raymond Sempels, Geschäftsführer der IZA Europe, in seinem Vortrag und betonte: "Wir wollen europaweit den Einsatz von Zinklegierungen im Zinkdruckguss weiter ausbauen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir den Bekanntheitsgrad von Zink und Zinkdruckguss in allen relevanten Industriebereichen und Anwendergruppen erhöhen. Wir müssen deutlich kommunizieren, dass Zink dank seiner herausragenden Eigenschaften vielfältig einsetzbar ist."

Während der Veranstaltung wurden unter anderem auch die Preisträger des diesjährigen deutschen Zinkdruckgusswettbewerbs vorgestellt. Besonders gewürdigt wurde der hohe Leistungsgrad der an dem Wettbewerb teilnehmenden Druckgießereien und die mit den Produktentwicklungen verbundene erhebliche Erweiterung der Fertigungsmöglichkeiten für Zinkdruckgussteile.

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