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Donnerstag 27. November 2008 11:13 Alter: 3 Jahre

Zink + Luft = Energie für die Fahrzeuge von morgen

Kategorie: Initiative Zink
Von: Initiative Zink

Steigende Sprit- und Energiekosten und Verschärfungen bei den Umweltauflagen drängen die Automobilhersteller, Alternativen zum Verbrennungsmotor zu entwickeln. Kein Wunder, dass in den letzten Wochen und Monaten kein Weg mehr am Hybridantrieb vorbeiführt: BMW kündigt für 2009 ein Hybridauto an, Honda zeigte sein bereits fünftes Hybridmodell beim Pariser Automobilsalon, Daimler und RWE starten zusammen das "e-mobility Berlin"-Projekt.

Und auch Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee ist der Meinung, dass Autos, die ausschließlich mit fossilen Energiequellen fahren, langfristig Auslauf-modelle sind: "Elektrofahrzeugen mit Batterie und Brennstoffzelle gehört die Zukunft." Und so ist das ehrgeizige Ziel der Bundesregierung, dass bis 2020 eine Million am Stromnetz aufladbare Elektrofahrzeuge und so genannte Plugin-Hybrid-Fahrzeuge auf deutschen Straßen fahren sollen.  

Vorreiter auf dem Gebiet der Hybridtechnologie ist jedoch zweifellos Toyota: Der Prius war 1997 der erste in Serienproduktion hergestellte Hybrid-Pkw und wurde als eine Lösung entwickelt, die Umweltbedingungen in den Städten durch Reduzierung der Abgasemissionen zu verbessern und auf die globalen Umweltprobleme durch Reduzierung des CO2-Ausstoßes einzugehen.

Die meisten Automobilhersteller sehen zurzeit in der Lithium-Ionen-Batterie den effizientesten Energiespeicher für die Fahrzeuge der Zukunft, hat sich diese Technologie doch bereits bei ihrem Einsatz in zum Beispiel Laptops bewährt. Doch auch hier dringt Toyota in andere Bereiche vor: Seit 1997 forscht das Unternehmen an Fahrzeugen mit Brennstoffzelle und hat kürzlich langfristige Forschungsprogramme mit Zink-Luft-Brennstoffzellen aufgelegt.    

Zink-Luft-Brennstoffzelle als viel versprechende Zukunftstechnologie  

Bereits seit mehr als 100 Jahren ist Zink als gute Energiespeicherquelle bekannt: Zink findet sich in vielen Batterie- und Akkumulatorvarianten. Das Spektrum reicht dabei von der klassischen Zink-Kohle-Batterie über Zink-Alkaline-, Zink-Mangan- und Zink-Luft-Batterien bis zu Zink-Chlorid- und Zink-Silber-Akkumulatoren.  

Als Energiequellen zum Antrieb von Fahrzeugen sind Zink-Luft-Brennstoffzellen in der Vergangenheit mehrfach erfolgreich getestet worden – beispielsweise in Bussen und Motorrollern. Spannend sind hier die Ergebnisse eines Versuchs in China: Betrieben mit einer 600 Watt Zink-Luft-Brennstoffzelle haben elektrische Mopeds 186 Meilen zurückgelegt. Mit einer herkömmlichen Batterie hätten sie nur eine Strecke von circa acht Kilometern geschafft.  

Auch angesichts der aktuellen Rohstoff- und Klimadiskussion erweist sich die Zink-Luft-Brennstoffzelle als viel versprechende Zukunftstechnologie, die es erlaubt, Fahrzeuge emissionsfrei anzutreiben: Das Zink der Brennstoffzelle reagiert mit Luftsauerstoff unter Freisetzung von Energie zu Zinkoxid. Zink-"Brennstoff" wird also elektrisch erzeugt und trägt so nicht zur Luftverschmutzung bei. Weitere Vorteile dieser Technologie: Zink und Luft sind reichlich vorhanden, es gibt also – langfristig gesehen – keine begrenzte Verfügbarkeit. Und das als Nebenprodukt entstehende Zinkoxid kann wieder dem Zinkrecyclingkreislauf zugeführt werden.

Wörter: 408
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