Gruppenbild zur Preisverleihung des Zinkdruckguss-Wettbewerbs 2008 v.l. Frau Dr.-Ing. Sabina Grund, Initiative Zink, Herr Gerd Bühner, Adolf Föhl GmbH & Co. KG, Herr Massimo Colella, Injecta Druckguss AG Schweiz, Frau Marianne Wenert, Druckguss Ortmann GmbH & Co. KG, Herr Frank Schumacher, Artur Monse GmbH & Co.KG, Herr Bernhard Happe, HDO Druckguss- und Oberflächentehnik GmbH, Herr Kurt Wesser, Gluske Sachsen GmbH & Co. KG und Herr Dr. Rainer Menge, Xstrata Zink, Sprecher der Initiative Zink
1. Platz ausgezeichnet in der Kategorie "Technische Aspekte von Bauteil und Gießtechnik" Firma Druckguss Ortmann GmbH & Co. KG
1. Platz ausgezeichnet in der Kategorie "Innovation, neue Einsatzfelder, Umstellung auf den Werkstoff Zink" Firma Gluske Sachsen GmbH & Co. KGGewertet wurde – wie in den Vorjahren auch – in zwei Kategorien: Kategorie 1 ist Gussteilen gewidmet, die außergewöhnliche konstruktive und gießtechnische Lösungen für ihre Fertigung erfordern. In Kategorie 2 werden Innovationen und Umstellungen auf Zinkdruckguss prämiert. Für die Bewertung war eine Expertenjury verantwortlich, die sich aus Prof. Dr.-Ing. Lothar Kallien von der FH Aalen, Dr. Weise vom Fraunhofer Institut IFAM, Dr. Feikus vom VDG, H. Jeschke vom Fachausschuss Druckguss des VDG und R. Lippa von der Xstrata Zink GmbH zusammensetzte.
In der ersten Kategorie wurde Druckgusswerk Ortmann GmbH Co KG mit dem 1. Platz gewürdigt. Das Velberter Unternehmen hatte ein Bauteil für pneumatische Wartungseinheiten eingereicht, bei dem das Stanzen und Räumen in den Gießzyklus integriert ist. "Dieses Bauteil hat uns durch die ausgezeichnete Gussqualität bei geringsten Wanddicken überzeugt", so die Ergebnisbegründung der Jurymitglieder. Hervorgehoben wurden auch die anspruchsvolle Gießtechnik mit hoher Maßhaltigkeit, das gratfreie Gießen und die kleinen, fertig gegossenen Bohrungsdurchmesser mit geringsten Toleranzen.
Den zweiten Platz belegte die Arthur Monse GmbH (Velbert) mit einem Signal- und Leistungssteckverbinder für die industrielle Anwendung, der auch im Innenbereich gratfrei ist und zudem anspruchsvolle Hinterschneidungen aufweist. Darüber hinaus sind durch die sehr präzise Arbeitsweise erhebliche Kosteneinsparungen im Vergleich mit einer mechanischen Bearbeitung möglich.
Mit Platz 3 wurde ein Gehäuse für eine freistehende Wannenfüllarmatur prämiert, mit dem sich die Firma HDO Druckguß- und Oberflächentechnik GmbH aus Paderborn am Wettbewerb beteiligte. Dieses Gussteil zeichnet sich durch eine vergleichsweise große, ebene Oberfläche aus: Bereits im Rohteil ist eine hervorragende Oberflächenqualität gegeben und durch die Nachbehandlung, die nur durch eine optimale, technisch ausgefeilte Werkzeugtemperierung erreicht wurde, entsteht mit geringem Aufwand eine spiegelgleiche Oberfläche.
Mit dem ersten Preis der zweiten Kategorie wurde ein 2/3-teiliges Flügelteil als Bestand-teil des Haustürbandsystems für Aluminiumtüren gewürdigt, das das Unternehmen Gluske Sachsen einreichte. Die Begründung der Experten: "Dieses Bauteil muss höchs-ten mechanischen Anforderungen genügen – und gerade beim Einsatz in schweren Glastüren spielt die Sicherheit eine besonders große Rolle. Dabei kommt es einfach auf den richtigen Werkstoff an. Hier kann Zinkdruckguss seine ganze Stärke ausspielen: Durch Zinkdruckguss wird das endabmessungsgleiche Gießen bei minimalem Nachbe-arbeitungsbedarf möglich und gleichzeitig entsteht ein Zusatznutzen durch die variab-leren, einfachen Einstellmöglichkeiten des Gelenksystems."
Das Unternehmen Injecta Druckguss AG aus der Schweiz belegte mit dem Instrument Nacelle, das als Motorradbauteil eingesetzt wird, den zweiten Platz dieser Kategorie. Die Jury zeigte sich besonders durch die Umstellung von einem Blechformteil auf Zinkdruckguss in dieser Funktionalität und Größe beeindruckt.
Die Adolf Föhl GmbH nahm mit dem Doppelscharniergelenk C-Hinge, das als Tür-scharnier für Waschmaschinen mit einem erweiterten Öffnungswinkel eingesetzt wird, am Wettbewerb teil. Auch bei diesem Bauteil war die Umstellung auf Zinkdruckguss mit wirtschaftlichen Vorteilen, einem technischen Zusatznutzen sowie einer verbesserten Optik verbunden – dafür wurde das Produkt mit dem 3. Platz ausgezeichnet.
Besonders gewürdigt wurde HDO Druckguß- und Oberflächentechnik GmbH mit einem Sonderpreis für den dekorativen Einsatz von Zinkdruckguss: Die eingeschickte Baugruppe von Zierteilen für die Frontseite einer historischen Musikbox zeigen, dass Zink auch optisch ein Highlight ist und die Wertigkeit eines anderen Produkts sogar noch erhöhen kann.
"Wir haben uns sehr über die noch stärkere Teilnahme am Zinkdruckgusswettbewerb gefreut und möchten allen Unternehmen danken, die ihre Bauteile zur Prämierung eingeschickt haben. Ich versichere Ihnen: Die Entscheidung fiel der Jury wirklich nicht leicht, denn letztlich zeichnen sich alle Produkte entweder durch eine besondere Innovation oder durch eine technisch komplizierte Fertigung aus und jedes einzelne Bauteil macht die Vorteile von Zink und Zinkdruckguss deutlich", sagte Dr. Rainer Menge, Geschäftsführer der Xstrata Zink GmbH und Sprecher der Initiative Zink, der den Platzierten die Urkunden überreichte.
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