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Mittwoch 30. März 2011
Von: Initiative Zink

Zink und die Detektive

Sonntagabend, 20.15 Uhr in Deutschland: Millionen Fernsehzuschauer sehen den Tatort-Ermittlern gespannt bei der Verbrecherjagd zu. Und keine Folge vergeht ohne die weiß gekleideten Damen und Herren von der Kriminaltechnik, die mit Rußpulver, feinen Pinseln und Klebeband am Ort des Verbrechens Fingerabdrücke suchen und sichern – was auch in der Realität zu den klassischen Aufgaben der polizeilichen Arbeit gehört. Was jedoch auf festen, glatten Oberflächen wie Glas und Kunststoff kein Problem darstellt, war auf Kleidungsstücken bisher nahezu unmöglich, weil Stoffe den Fingern für einen Abdruck zu wenig Widerstand entgegensetzen. Nun aber hat ein schottisches Forschungsteam der University of Aberty in Dundee das seit den 1970er-Jahren bekannte und eingesetzte Verfahren der Vakuum-Metallisierung mit Gold und Zink weiterentwickelt, sodass man Fingerabdrücken auch auf Stoffen auf die Spur kommen kann.


Bedampfung mit Gold und Zink macht Fingerabdrücke sichtbar [Quelle: Bild oben kaipity - www.fotolia und Bild unten R.Scheiwiller - www.fotolia.de]

Das Material, auf dem sich vermutlich Fingerabdrücke befinden, kommt dabei in eine Hochvakuum-Bedampfungsanlage - eine Art stählerner Ofen. In einem ersten Schritt pressen Pumpen die Luft aus der Röhre und erzeugen so ein Vakuum. Im unteren Bereich der Anlage befinden sich Verdampfungsschiffchen aus Edelstahl, die zwischen zwei Strompolen liegen. Durch den "Ofen" wird Strom geschickt, der die Schiffchen erhitzt, sodass das Metall schmilzt und dann verdampft. Durch das Vakuum verteilen sich die Metallmoleküle gleichmäßig in der Röhre und schlagen sich als extrem dünne Schicht nieder: auf den Wänden der Anlage und auf dem Stoff.

Um Fingerspuren sichtbar zu machen, kommt es beim Einsatz der Metalle aber auf die richtige Reihenfolge an: Erst wird Gold und anschließend Zink verdampft, das sich an den Goldmolekülen anlagert. An den Stellen, die von einer Person angefasst wurden, ist auf diese Weise ein goldener Fingerabdruck zu sehen, die anderen Bereiche sind von einem Zinkschleier überzogen. Wird ein brauchbarer Fingerabdruck sichergestellt, muss dieser direkt nach Verlassen der Hochvakuum-Bedampfungsanlage fotografiert werden, denn Gold und Zink reagieren mit der Luft - deshalb verändern sich die Abdrücke auf dem Stoff sehr schnell.

Die Qualität der Abdrücke hängt zum einen von der Menge des Schweißes auf der Hand des Täters ab - eine Faustregel: Wer viel schwitzt, hinterlässt auch eher brauchbare Spuren. Zum anderen ist die Beschaffenheit des Stoffes eines der ausschlaggebenden Kriterien: Wolle oder Baumwolle - kurz: Materialien, die eher grobmaschig sind - eignen sich für dieses Nachweisverfahren wenig bis gar nicht. Die besten Ergebnisse werden bei dicht und fein gewobenen Stoffen wie Polyester, Seide oder Nylon erzielt. Aber selbst wenn die Qualität des Fingerabdrucks nicht für die eindeutige Zuordnung einer Person ausreicht, so liefert sie doch entscheidende Hinweise. Beispielsweise kann der Abdruck einer Handfläche auf der Rückseite eines Kleidungsstücks darauf hinweisen, dass jemand nicht von der Brücke oder dem Balkon gesprungen ist, sondern gestoßen wurde. Und: Die Griffspur stellt nicht zuletzt einen lohnenden Anhaltspunkt für die Suche nach DNA-Spuren dar.

Kontakt:

Doreen Köstler
Public Relations
INITIATIVE ZINK in der WirtschaftsVereinigung Metalle e. V.
Am Bonneshof 5
40474 Düsseldorf
Tel.: 02 11.47 96-176 / 02 11.15 96 40 23
Fax: 02 11.47 96-25 176
Mobil: 01 60.94 69 41 74
E-Mail: doreenkoestler (at) initiative-zink.de
www.initiative-zink.de


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 Grundlagenforschung (erstellt am 30. März 2011)
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 PM Zink und die Detektive 03 2011 (91 KB)
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