
Durch eine ausgewogene Ernährung ist eine ausreichende Zinkversorgung hierzulande gewährleistet. Insgesamt sind im Körper ca. 2,5 g Zink konstant enthalten. Der Bedarf eines Erwachsenen liegt bei ca. 10-15mg Zink pro Tag. Andererseits speichert der Körper kein überschüssiges Zink. Auf natürlichem Wege wird kontinuierlich Zink, durch Transpiration und Verdauung ausgeschieden.

Zink ist ein essenzielles Spurenelement, ohne Zink ist kein Leben möglich. Es aktiviert Hormone, stabilisiert die Zellmembran, beeinflusst das Wachstum und ist wichtig für Nerven, Augen, Haut, Wundheilung und für das Immunsystem. Gerade bei älteren Menschen ist Zink für die – im Alter nachlassende – Immunfunktion von zentraler Bedeutung. Die Ergebnisse der Dissertation „Rekonstruktion des dysregulierten Immunsystems durch Nahrungsergänzung mit Zink“ von Dr. Laura Kahmann legen nahe, dass klinisch gesunde, ältere Menschen von einem frühzeitigen Nachweis eines Zinkmangels und einer darauf abgestimmten Nahrungsergänzung mit Zink profitieren.
Aus vorherigen Studien ist bekannt, dass der Alterungsprozess des Immunsystems u. a. mit einer leichten chronischen Entzündung im Körper einhergeht. Dieser Zustand lässt sich an einer erhöhten Produktion körpereigener Botenstoffe des Immunsystems nachweisen und scheint eine Hauptursache altersbedingter Erkrankungen wie Demenz, Arteriosklerose und Altersdepression zu sein. Diese Entzündung wird von den betroffenen Menschen zwar nicht wahrgenommen, führt jedoch dazu, dass im Falle einer Infektion keine adäquate Abwehrreaktion mehr möglich ist.
„Insgesamt zeigen meine Ergebnisse, dass der Ausgleich eines Zinkmangels durch eine Nahrungsergänzung mit Zink bei älteren Menschen sowohl eine chronische, leichtgradige Entzündung als auch eine fehlerhafte Reaktion des Körpers auf Entzündungen reduziert. Dadurch werden die Voraussetzungen des Immunsystems, auf eine Infektion adäquat zu reagieren, entscheidend verbessert. Daneben kann die Reaktion auf körpereigene, entartete Zellen und die pathologische Reaktion auf gesunde körpereigene Zellen – wie sie bei Autoimmunerkrankungen vorliegt – korrigiert werden“, so Dr. Kahmann.

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Kopenhagener Konsens: Wirtschaftswissenschaftler und Nobelpreisträger stellen fest, dass die ausreichende Versorgung mit Zink und Vitamin A Schlüsselfaktoren für die Bekämpfung von Armut und Krankheiten sind