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Pures Leben  Zinkmangel  bei Menschen

Was tun bei Zinkmangel?

Zinkmangel ist in vielen Entwicklungsländern ein ernstes Problem und steht dort auf Platz fünf der Risikofaktoren für die Entstehung von Krankheiten. Es werden vor allem Durchfallerkrankungen und Lungenentzündung bei Kindern beobachtet. Krankheiten, die in unterentwickelten Regionen zu einer hohen Sterblichkeitsrate führen können. Programme zur ergänzenden Zinkzufuhr und zur Anreicherung von Nahrungsmitteln mit Zink können zur Lösung dieses Problems beitragen. Auch Wachstumsstörungen bei Kindern in Folge von Zinkmangel können so verhindert werden.

In Industrieländern können leichte Zinkmangelerscheinungen auftreten, wie etwa weiße Flecken auf Fingerbnägeln, raue Haut und glanzloses Haar. Zumeist lassen sie sich durch die tägliche Versorgung des Körpers mit einer ausreichenden Menge an Zink beheben.

Risikogruppen für Zinkmangel sind die folgenden:

  • Diabetiker
  • Schwangere und Stillende Frauen
  • Rheumatiker
  • Heranwachsende
  • Senioren
  • Sportler
  • Frauen (15 bis 25 Jahre)
  • Vegetarier
  • frisch Operierte
  • Rekonvaleszente
  • einseitig- oder Mangel-Ernährte
  • stark Gestreßte

Wie äußert sich ein Zinkmangel?

Ein Zinkmangel löst Veränderungen im Enzymhaushalt und im hormonellen Bereich aus. Dieser Mangel macht sich beispielsweise durch Wachstumsstörungen, Potenzstörungen, Unfruchtbarkeit, verminderte Empfängnisbereitschaft, Haarausfall oder fehlende Haarneubildung, Wundheilungsstörungen, erhöhte Blutzuckerwerte, psychische Störungen, Durchfall bei Patienten mit Bauchspeicheldrüsenerkrankungen, Sprue/Zöliakie, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und Leberzirrhose, verminderte sportliche Leistungsfähigkeit, verzögerte Wundheilung, erhöhte Infektanfälligkeit (häufige Erkältungen bzw. grippale Infekte), Nachtblindheit, Appetitlosigkeit, Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns und Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Ekzeme oder Akne bemerkbar.

In Deutschland ist eine ausreichende Zinkversorgung bei den meisten Menschen durch eine ausgewogene Ernährung gewährleistet.

Welche Nahrungsmittel enthalten reichlich Zink?

Gute Zinkquellen sind Fleisch insbesondere Rindfleisch, Innereien, Milchprodukte und Schalentiere wie Austern.

Austern sind das zinkreichste Nahrungsmittel. Der größe Verführer G. Casanova soll besonders viel davon gegessen haben. Ob das allerdings mit der zinkabhängigen Spermatogenese (Bildung von männlichen Samenzellen) im Zusammenhang steht, ist unbekannt. Auf jeden Fall wird Austern, und damit wohl auch Zink, eine potenzfördernde Wirkung oder sogar eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt.

Viele zinkreiche Nahrungsmittel sollten aufgrund des Gehaltes an anderen Stoffen (Innereien enthalten Schwermetalle und sollten von Schwangeren, Stillenden gemieden werden) oder bei bestimmten Erkrankungen nicht verzehrt werden.

Eine Zinkmangelsituation ist praktisch nicht über eine Ernährungsumstellung auszugleichen, da nur 10 bis 40 % des in Nahrungsmittel enthaltenen Zinks vom Körper aufgenommen werden.

Kaffee und schwarzer Tee hemmen die Zinkaufnahme und Alkohol fördert die Verluste über die Nieren.