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Kressewurzeltest für den Biologieunterricht

Kressewurzeltest

Lebensnotwendiges Spurenelement Zink

Zink ist ein lebenswichtiges Spurenelement für Menschen, Tiere und Pflanzen. Erhält der Organismus zu wenig Zink, so herrscht Zinkmangel. Beim Menschen führt dieser zu Zinkmangelerkrankungen. Pflanzen gedeihen nicht mehr, wenn sie nicht ausreichend mit Zink versorgt werden. Über einen weiten Bereich hinweg können die Organismen aus dem zur Verfügung stehenden Zink genau die Menge aufnehmen, die benötigt wird. Erst bei einem sehr hohen Überangebot versagt diese automatische Regelung (Homöostase).

Das Keimen von Samen verschiedener höherer Pflanzen ist als einfacher, orientierender Biotest auf eine Reihe von Wirkstoffen in Wasser besonders geeignet. Lünssem und Rahmann (Wurzellängentest mit Gartenkresse - ein einfacher ökotoxikologischer Test in "Vom Wasser" 54. Band, Verlag Chemie, Weinheim 1980, S. 48 ff.) haben die Gartenkresse als besonders geeignet befunden.

Material

7 Bechergläser, Teesiebe aus Kunststoff, Uhrgläser, Messkolben 100 ml und 500 ml, Gartenkressesamen, Leitungswasser oder entionisiertes Wasser, Zinksulfat-Heptahydrat

Durchführung

Die Lösungen werden mit Leitungswasser oder entionisiertem Wasser angesetzt, das für das normale Keimen der Kressesamen gut geeignet ist. Die in den Samen enthaltenen Nährstoffe reichen für das Wachstum einer Woche aus, so dass auch keine speziellen Nährlösungen angesetzt werden müssen. Jeweils eine Probe wird mit reinem Wasser als Vergleich angesetzt. Die anderen Lösungen werden mit den zu untersuchenden Konzentrationen an Zinkionen angesetzt. 

Ausgehend von einer 1%igen Zinksulfat-Heptahydrat-Lösung (entsprechend 10g auf 1000 ml Wasser) werden die gewünschten Lösungen durch Verdünnung hergestellt. 

Lösung 1: Leitungswasser oder entionisiertes Wasser

Lösung 2: 1 %

Lösung 3: 0,5 %

Lösung 4: 0,1 %

Lösung 5: 0,05 %

Lösung 6: 0,01 %

Lösung 7: 0,005 %     

 

Die Lösungen werden in die zuvor beschrifteten Bechergläser gefüllt. Jeweils ca. 10 Kressesamen werden in die Teesiebe gegeben und in die jeweils hochgefüllten Bechergläser gegeben und mit den Uhr gläsern abgedeckt. Die Bechergläser werden auf die Fensterbank ins Tageslicht gestellt.     

Die Ansätze werden täglich beobachtet, die Beobachtungen (Keimdauer, Wurzellänge) dokumentiert oder fotografisch protokolliert. Nach einer Woche erfolgt die Auswertung und Zusammenfassung der Versuchsergebnisse.

Wichtiger Hinweis

Es wird darum gebeten, dass der Umgang mit den genannten Stoffen nur in der oben genannten Weise – also unter strenger Befolgung der Versuchsanordnung – erfolgt.

Für Schäden wird keine Haftung übernommen.

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