Dann haben Sie vielleicht Fragen zum Einsatz von Zinkblech an Dach und Fassade oder in der Dachentwässerung. Einige Fragen, die der Initiative Zink immer wieder gestellt werden, haben wir hier beantwortet. Fragen, auf die Sie hier keine Antworten finden, können Sie auch direkt an das Expertennetzwerk der Initiative Zink schicken – Nachricht an das Expertennetzwerk „Bauzink“.
Für Projektarbeiten rund um das Thema „Zinkblech im Baubereich“ sendet Ihnen die Initiative Zink gern Informationsmaterialien zu und vermittelt Kontakte zu den Experten der Mitgliedsunternehmen.
Aktuelle, detaillierte Informationen aus dem Bereich „Ökobilanzen“ (LCA, LCI und Carbon Footprint) finden Sie hier bei der International Zinc Association (IZA). Außerdem können Sie über diese Seite Kontakt zu den Experten der IZA aufnehmen, die Ihnen spezielle Fragen zum Thema beantworten können.
Die Website der Initiative Zink enthält ebenfalls Informationen zu Umwelteigenschaften und Nachhaltigkeitsthemen rund um Zink. Gern leitet die Initiative Zink darüber hinaus Ihre Fragen an Experten in Deutschland weiter (Kontakt).
Die Erzeuger von Bauzink stellen für ihre Produkte Umwelt-Produktdeklarationen (Environmental Product Declaration, EPD) zur Verfügung. Die Umwelt-Produktdeklaration ist ein weltweit anerkanntes Öko-Label. Als Informationssystem für die Umweltleistung von Baustoffen und Bauteilen ist sie Voraussetzung für die Berechnung der Nachhaltigkeit von Gebäuden. Das deutsche Deklarationssystem wird vom Institut Bauen und Umwelt e. V. (IBU) – einer Initiative von Baustoffherstellern – organisiert.
Zink und Kupfer bilden, wenn sie leitend miteinander verbunden werden, ein galvanisches Element aus. In der Dachentwässerung ist das der Fall, sobald die Metalle feucht werden. Da Zink elektrochemisch gesehen unedler ist als Kupfer, kann sich Zink nach und nach auflösen.
Kupfer und Zink sollten demnach nur dann in direktem Kontakt miteinander verbaut werden, wenn in Wasserfließrichtung Dachablaufwasser von Kupfer-Dachflächen über Zink-Dachflächen entwässert wird. Es gilt hierbei die Regel: In Fließrichtung des Regenwassers muss das Metall mit dem höheren Normalpotenzial an unterster Stelle angeordnet werden.
Schön, dass Sie bei der Planung Ihrer Fassaden an Zink denken! Sicherlich kennen Sie das Jüdische Museum in Berlin? Es wurde von Daniel Libeskind gestaltet. Dabei hat Libeskind eine Zinkfassade verwendet, die durchaus als spannend bezeichnet werden kann.
Dem Werkstoff Zink ist Daniel Libeskind eng verbunden. Gerade hat er den Prototypen seiner „Libeskind-Villa“ entworfen und in Deutschland und in der Schweiz verwirklicht. Dabei sind verschiedene, energetisch hochmoderne Techniken wie zum Beispiel Solarthermie oder Solar-Photovoltaik zum Einsatz gekommen. Das Gebäude ist absolut sehenswert und sehr innovativ. Bestimmt finden Sie hier Anregungen für Ihre Fassade.
Oder möchten Sie etwas Farbe ins Spiel bringen? Zinkbleche gibt es heute in verschiedenen Farben. Auch profilierte Zinkbleche sind eine spannende Variation und können sowohl im Innenraum als auch im Außenbereich interessante Akzente setzen.
Bebauungspläne können regional sehr unterschiedlich sein. Bisweilen werden die Materialien, die an Dach und Fassade sowie in der Dachentwässerung verwendet werden dürfen, streng reglementiert. Nicht immer sind die Gründe dafür ersichtlich. Informationen zu diesem Thema sowie bei Bedarf Beratung und Vermittlung bietet die Initiative Pro Metalldach Kupfer und Zink.
Atmosphärischen Einflüssen ausgesetztes, unbeschichtetes Kupfer- und Zinkblech bildet allmählich eine Oberflächenschicht aus Korrosionsprodukten, die Patina. Die vorherrschenden Konzentrationen luftfremder Stoffe sowie die Umweltbedingungen bestimmen im Wesentlichen die Zusammensetzung und die schützenden Eigenschaften der Patina. Als Folge trockener und nasser Ablagerungen kann ein Teil der Patina aufgelöst und von der Oberfläche abgeschwemmt werden, während der andere Teil der Patina während des Niederschlags auf der Oberfläche verbleibt. Nur diesen geringen freigesetzten Metallteil bezeichnet man als Metallabschwemmung.
Der Schwefeldioxidgehalt der Atmosphäre ist der dominierende Einflussfaktor auf diesen Korrosionsprozess. Mit dem starken Rückgang der Schwefeldioxidgehalte in der Luft haben auch die Abschwemmungen stark abgenommen. Die Abschwemmraten liegen heute erheblich niedriger als jene geschätzten Daten, die früher als Grundlage für geltende gesetzliche Maßnahmen und Verordnungen dienten.
Aktuelle, offizielle Untersuchungen des Umweltbundesamts belegen, dass nur ein kleiner Teil der gesamten Einträge von Kupfer und Zink in die Umwelt auf Dachflächen zurückzuführen ist. Der Anteil, der in Böden gelangt, ist noch weitaus geringer. Auch hier müssen die natürlichen saisonalen Umwälzungsprozesse – zum Beispiel durch Laubabfall – in Betracht gezogen werden.
Zink existiert in verschiedenen chemischen Formen, von denen das freie (hydratisierte) Metallion in der Regel die größte Bioverfügbarkeit besitzt. Als fester Bestandteil einer chemischen Verbindung weist das Metall meist eine sehr viel geringere Bioverfügbarkeit auf, d. h., es kann schlechter von den Organismen in der Umwelt aufgenommen werden. Messungen von Dachabflüssen metallgedeckter Dächer zeigten, dass der größte Teil des freigesetzten Kupfers und Zinks zunächst in einer ionischen und demzufolge bioverfügbaren Form vorliegt.
Abschwemmwasser von einem Dach oder Gebäude wird typischerweise durch Fallrohre einer Abwasseraufbereitungsanlage zugeleitet oder oberirdisch bzw. unterirdisch versickert. Es kommt dabei bereits in unmittelbarer Umgebung des Dachs in Kontakt mit organischem oder anorganischem Material (zum Beispiel Kalkstein und Erdreich). Das führt zu wichtigen Veränderungen der chemischen Komponentenbildung (Komplexierung, d. h. Festlegung in einem Molekülverbund).
Neuere Untersuchungen zeigen, dass der bioverfügbare Anteil von Kupfer und Zink bereits in der unmittelbaren Umgebung des Dachs eine rasche und erhebliche Reduzierung erfährt.
Noch speziellere Fragen leitet die Initiative Zink zur individuellen Beantwortung an die Experten aus der Bauzinkindustrie weiter.
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