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Welche Bedeutung hat Zink eigentlich für die Gesundheit?

Zink ist ein lebenswichtiges Spurenelement für Menschen, Tiere und Pflanzen. Das bedeutet, dass die meisten Lebewesen ohne Zink nicht überleben können. Aber wie viel Zink ist wichtig für die Gesundheit, wie nimmt man es zu sich und wie viel Zink ist zu viel? Einige der etwas allgemeineren Fragen beantworten wir hier. Die Initiative Zink ist rund um den Werkstoff Zink jedoch vor allem Ansprechpartner für Fragen zu Technik und Umwelt. Mit speziellen medizinischen Fragen zu Zink sollten Sie sich an Ihren Arzt oder auch an einen Apotheker wenden, der Ihnen Präparate und Dosierungen empfehlen kann. Alternativ leiten wir Ihre medizinischen Fragen gern an ein internationales Expertennetzwerk weiter – Nachricht an das Expertennetzwerk „Zink und Gesundheit“.

Zink ist ein Schwermetall – ist Zink deshalb giftig?

Der Begriff „Schwermetall“ ist wissenschaftlich nicht eindeutig definiert. In der Literatur findet sich eine Vielzahl unterschiedlicher Definitionen. Im Allgemeinen leiten diese den Begriff „Schwermetall“ über die Dichte eines Metalls ab. Insofern zählt Zink mit seiner Dichte von 7,14 zu den Schwermetallen. Es befindet sich dabei in der guten Gesellschaft von Eisen, Silber und Gold, die ebenfalls zu den Metallen mit hoher Dichte gerechnet werden.

Für viele Menschen ist der Begriff „Schwermetall“ gleichbedeutend mit „giftig“. Dieser Zusammenhang ist jedoch falsch. Im Gegenteil: Zink zählt zu den lebenswichtigen Spurenelementen. Menschen, Tiere und Pflanzen benötigen Zink zum Überleben.

Für welche Funktionen im menschlichen Körper wird Zink benötigt?

Zink ist für das Funktionieren einer großen Anzahl von Enzymen erforderlich. Es sorgt unter anderem für ein starkes Immunsystem, gesunde Haare und Fingernägel, ausreichendes Wachstum sowie für Fruchtbarkeit und Fortpflanzungsfähigkeit.

Weitere Informationen zu diesem Thema

Ist die Wirkung von Zink auf die menschliche Gesundheit wissenschaftlich untersucht?

Ja, Zink war und ist Gegenstand umfangreicher Forschungsarbeiten in der Medizin. Viele Forschungsergebnisse sind in einem Bericht des Institute for Health and Consumer Protection des European Chemicals Bureau im Auftrag der EU-Kommission zusammengefasst und 2004 veröffentlicht worden.

Einige Hinweise zu aktuellen Forschungsarbeiten finden Sie hier.

Eine weitere Informationsquelle für Fragen rund um Zink und Gesundheit ist das Gesundheitsportal der International Zinc Association (IZA).

Wie wird der Körper mit Zink versorgt?

Zink wird über die Nahrung aufgenommen. Durch eine ausgewogene Ernährung ist eine ausreichende Zinkversorgung hierzulande gewährleistet. Insgesamt sind im Körper konstant ca. 2,5 Gramm Zink enthalten. Der Bedarf eines Erwachsenen liegt bei ca. 10 bis 15 Milligramm Zink pro Tag. Andererseits speichert der Körper kein überschüssiges Zink. Auf natürlichem Weg wird Zink durch Transpiration und Verdauung kontinuierlich ausgeschieden.

Kann ich zu viel Zink zu mir nehmen?

Zu viel aufgenommenes Zink wird vom Körper wieder ausgeschieden. Der richtige Zinkgehalt wird automatisch vom Körper eingestellt. Man nennt diesen Vorgang Homöostase. Allerdings verhält es sich mit Zink wie mit vielen anderen Substanzen, darunter zum Beispiel Speisesalz: „Es ist die Dosis, die aus dem Ding ein Gift macht.“ (frei nach Paracelsus).

Eine sehr stark überhöhte Zinkzufuhr stört die Aufnahme anderer Stoffe und führt zu Übelkeit.

Ist Zinkmangel ein Problem?

Zinkmangel ist weltweit ein großes Problem. In Gebieten der Erde, in denen auf zinkarmen Böden entsprechend zinkarme Nahrungsmittelpflanzen wachsen, beobachtet man Zinkmangelerkrankungen bei Menschen. Diese führen unter anderem zu einer deutlich höheren Kindersterblichkeit. Die International Zinc Association (IZA) unterstützt zum Beispiel die Arbeit von UNICEF in Peru und Nepal mit der Initiative „Zinc Saves Kids“. Dabei werden Spenden gesammelt, die für Zink-Nahrungsmittelprogramme eingesetzt werden.

Gibt es auch in Deutschland Zinkmangel?

Eine ausgewogene Ernährung verhindert in Deutschland im Allgemeinen Zinkmangelerscheinungen. Es gibt jedoch Risikogruppen für Zinkmangelerkrankungen wie zum Beispiel Senioren, Rekonvaleszente, Schwangere und Stillende sowie Leistungssportler. Auch Stress kann zu Zinkmangel führen.

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