Begriffe und Erklärungen rund um Zink und seine Anwendungen

Ausblasungen

Bei der Rohrverzinkung anfallendes Material. Hierbei wird in automatischen Anlagen mittels eines Dampf- oder Luftstrahls überschüssiges Zink von der Oberläche des Rohres abgeblasen. Ausblasungen bestehen hauptsächlich aus metallischem Zink und Zinkoxid. Sie werden direkt dem Zink-Recycling zugeführt.

Bandverzinkung

Ein Schmelztauchveredelungsverfahren, bei dem Stahlblech kontinuierlich durch ein Bad aus geschmolzenem Zink geführt wird. Auf beiden Seiten des Blechs bildet sichdabei eine den Stahl vor Korrosion schützende Zinkschicht (Zinküberzug); es gibt auch Verfahren zur einseitigen Verzinkung von Stahlblech nach diesem Verfahren.

Druckguss

Verfahren zur Großserien-Fertigung von hochfesten, präziesen Teilen, indem flüssiges Metall unter hohem Druck in eine Stahlgussform gespresst wird.

Elektrischer Lichtbogenofen

Feuerfest ausgekleideter Ofen, in dem Stahlschrott durch die Erwärmung eines elektrischen Lichtbogens erschmolzen wird.

Elektrolyse

Gewinnungsverfahren für Zink auf elektrochemischem Wege (hydrometallurgisch).

Erz

Gestein, in dem das Zink auf natürliche Weise auf 5- 15 % angereichert worden ist, Rohstoff für die Zinkgewinnung.

Filterstaub

Ein leichtes, pulvriges Material, das in Stückverzinkungsanlagen in den Luftfiltern anfällt. Es besteht in der Hauptsache aus Flussmittel und Zinkoxid und wird von der Flussmittelindustrie wiederverwertet.

Flussmittel, Flux

Material zur Oberflächenvorbehandlung von Stahl vor dem Verzinken, damit eine vollständig deckende Zinkschicht erreicht wird.

Frischofen

Ein großer, zylindrischer, feuerfest ausgekleideter, an einem Ende offener Kessel, in dem das aus dem Hochofen stammende flüssige Eisen durch Einblasen von Sauerstoff zu flüssigem Stahl veredelt wird.

Hartzink

Eine Mischung von metallischen Materialien, welche in einer Matrix aus Zink enthalten sind; insbesondere Zink-Eisen und Zink-Eisen-Aluminium-Partikel, welche einen großen Anteil von eingeschlossenem Zink haben, welche sich beim Feuerverzinken bilden. Oberschlacke und Unterschlacke werden so genannt, abhängig davon, ob sie auf der Oberfläche schwimmen oder auf den Kesselboden absinken.

Hochofen

Ein hoher, feuerfest ausgekleideter Ofen für die Herstellung von flüssigem Eisen aus Eisenerz, Kalk und Kohle.

Imperial Smelting Ofen

Gewinnungsverfahren für Zink im Schachtofen (pyrometallurgisch).

Konzentrat

Erz nach der ersten Verarbeitungsstufe, in der Zink auf ca. 55 % aufkonzentriert wird.

Korrosion

Reaktion von Metallen mit Sauerstoff, beim Eisen Rost genannt, macht Bauteile funktionsuntüchtig.

Korrosionsschutz

Schützt Metalle (meist Eisen) vor Korrosion.

Messing

Metallischer Werkstoff, legiert aus Kupfer und Zink, manchmal mit Zusätzen anderer Metalle. Es gibt eine große Palette von Messing mit Zinkgehalten bis zu 42 %. Messing wird verwendet als Gussteile und in vielen anderen Formen (Bleche, Draht, Rohre, Strangpressprofile ...).

Oberschlacke

Von der Oberfläche von kuntinuierlichen Bandverzinkungskesseln abgeschöpftes Material aus den metallischen Komponenten Zn, Fe, Al sowie Zinkoxid, das dem Zink-Recycling zugeführt wird.

Primärzink

Metallisches Zink, das durch Destillation oder chemische oder elektrochemische Reduktion hauptsächlich aus Zinkkonzentraten gewonnen wird.

Primärzinkhütte

Eine Anlage, welche Primärzink durch Reduktion von im wesentlichen nicht-metallische, zinkhaltigen Vorstoffen (entweder von Erzen oder von Sekundärquellen) unter Zugabe von Kohlenstoff (Kohle/Koks) gerstellt. Der ISF (Imperial Smelting Furnace) -Prozess ist das am weitesten verbreitete Verfahren.

Primärzink-Elektrolyse

Eine Anlage, die Primärzink durch Elektrolyse einer Zinksulfatlösung produziert. Der Elektrolyt wird durch Röstung von Zinkkonzentraten und anschließende Säurelösung gewonnen.

Röstgut

Unter Sauerstoffzufuhr auf ca. 900° C erhitztes Konzentrat, wichtigste Zinkverbindung: ZnO

Schlacke

Ein Nebenprodukt, das bei der Eisen- und Stahlproduktion anfällt und in dem Verunreinigungen und mineralische Stoffe gebunden sind.

Sekundärzink

Metallisches Zink, das durch Umschmelzen und, wenn erforderlich, chemischer Behandlung aus metallischen Zinkrückständen gewonnen wird.

Sekundärzink-Legierung

Eine Zinklegierung (überwiegend Druckgusslegierung), die durch Umschmelzen, eventuell mit chemischer Behandlund und Anpassung der Zusammensetzung, aus metallischen Abfällen der gleichen Legierung gewonnen wird.

Stahl

Eisenlegierung mit Kohlenstoff und kleinen Mengen anderer Elemente.

Stückverzinkung

Ein Verfahren, bei dem bereits produzierte Stahlteile einzeln in ein Bad aus schmelzfüssigem Zink getaucht werden. Dabei bildet sich auf allen Oberflächen eine den Stahl vor Korrosion schützende Zinkschickt (Zinküberzug).

Verzinkung

Verfahren zum Aufbringen eine Überzuges aus Zink auf Eisen oder Stahl durch Eintauchen in flüssiges Zink. Der Begriff findet auch Anwendung für andere Verfahren, um Zinküberzüge auf Stahl zu erzeugen, insbesondere elektrolytische oder galvanische Überzüge, bei denen der Überzug im elektrolytischen Bad aufgebracht wird.

Zinkasche

Oxidiertes Zink oder Zinklegierung mit großen Mengen enthaltenen Metalls. Zinkaschen bilden sich auf der Oberfläche von flüssigem Metall, dass der Luft ausgesetzt wird, z. B. auf Feuerverzinkungsbädern, Schmelzeinrichtungen von Zink-Gusslegierungen und Halteöfen etc.

Zinkblech

Zink oder Zinklegierung (im allgemeinen mit kleinen Zusätzen von Kupfer und Titan), welches zu dünnen Blechen gewalzt wurde, so dass es zur Herstellung von Bedachungs- und Fassadenelementen und anderen Anwendungen verwendet werden kann.

Zinkblende

Hauptmineral in Zinkerzen, chemische Formel: ZnS

Zink-Druckgussteile

Teile aus Zinklegierungen, die durch Druckgießen hergestellt werden.

Zinkkonzentrate

Zinkerze, die zur Konzentrierung ihres Metallgehaltes gemahlen und angereichert wurden, im allgemeinen auf 50 % und mehr.