Einsatz von Zink im Automobilbau

Nach Angaben der International Zinc Association (IZA) enthält ein PKW durchschnittlich ca. 10,2 kg Zink, davon 3 kg im Korrosionsschutz, 4,9 kg in Form von Zinkdruckgussbauteilen. Der Rest verteilt sich u. a. auf Zink im Reifengummi, in Auswuchtgewichten oder in Farben. 

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© tazlthielen

Korrosionsschutz mit Zink am Automobil

Während noch vor einigen Jahren das Durchrosten die Lebensdauer eines Autos begrenzte, ist dies heute durch den Einsatz verzinkter Karosserien kein Thema mehr. Eingesetzt werden vor allem bandverzinkte Bleche.

Entwicklungen: Aus dem Bereich Feuerverzinken gibt es spezielle Entwicklungen mit besonders dünnen Zinkschichten in ausgesuchten Einsatzbereichen. Für diese Anwendungen wurde der Innovationspreis des Industrieverbands Feuerverzinken in den letzten Jahren mehrfach verliehen.

Zinkdruckguss im Automobil

Eine Vielzahl von Zinkdruckgussteilen ist im Auto vorhanden. Oft sind diese Gussteile in Baugruppen integriert oder oberflächenveredelt, so dass sie nicht als Zinkteile erkannt werden können. Gründe für den Einsatz von Zinkdruckguss sind beispielsweise:

  • beste Voraussetzungen für die Oberflächenveredelung
  • ausgezeichnete Gießeigenschaften (hohe Präzision)
  • abschirmende Eigenschaften (fernbedienbare Türschlösser)
  • gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis

Entwicklungstrends: komplexere Bauteile (Ersatz von Bauteilgruppen durch ein Zinkdruckgussteil) und dünnwandigere Teile (Gewichtsersparnis)

Zinkoxid im Reifengummi

Nach Auskunft der IZA werden heute 100g Zinkoxid pro Reifen eingesetzt. 
(Zitat: "Today's passenger car tyre typically contains only about 100 grams of zinc oxide.")

Dabei hat das Zinkoxid die folgende, sicherheitsrelevante Funktion:

"Bei schwefelvernetzten Vulkanisaten startet das Zinkoxid (ZnO) zusammen mit den organischen Vulkanisationsbeschleunigern die Vernetzungsreaktion zwischen dem Kautschuk und dem Schwefel (Netzwerkbildung). Dies geht in vernünftigen Zeiträumen nur im Zusammenwirken von ZnO und Beschleunigern. Einen Ersatz gibt es nicht, man versucht, den Zinkgehalt natürlich in Gummi zu reduzieren. Nach Abschluss der Vulkanisationsreaktion trägt ZnO dazu bei, die Wärmebildung bei dynamisch beanspruchten Gummiteilen gleichmäßig im Gummiteil zu verteilen und es puffert saure Abbauprodukte, die bei der Alterung von Gummi entstehen. Es wirkt also als Alterungsschutzmittel. ZnO hat eine Sicherheitsfunktion, indem es dem Gummibauteil (reifen) eine Alterungsbeständigkeit gibt und partielle Überhitzungen vermeiden hilft."(Dr. Jahn, Grillo Zinkoxid)

Innovationen mit Zink im Automobil

  • Lötverbindungen auf Zinkbasis
  • OLEDs (Displays in Windschutzscheiben)
  • Energiespeichersysteme (Brennstoffzelle)
  • Auswuchtgewichte aus Zink

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