Die Gewinnung von Zink aus Erzen

Das wichtigste Mineral für die Zinkgewinnung ist die sogenannte Zinkblende (ZnS). Das bedeutet, dass außer Zink im Konzentrat noch circa 20 % Schwefel enthalten sind. Außerdem bringen Zinkkonzentrate immer Eisen, Blei und Silber in unterschiedlichen Anteilen mit, weil diese Elemente in den Erzen oft gemeinsam vorkommen.

Die Kunst ist nun eigentlich nicht die Gewinnung des Zinks, sondern die Abtrennung der Begleitelemente in der Weise, dass sie als Nebenprodukte genutzt werden können. Zunächst wird das Konzentrat auf über 900 °C erhitzt, sodass ZnS zu ZnO reagiert – der Fachmann spricht von einer Röstung. Gleichzeitig verbindet sich der Schwefel mit Sauerstoff zu gasförmigem Schwefeldioxid (SO2). In speziellen Anlagen wird aus dem Schwefeldioxid Schwefelsäure gewonnen – ein wichtiges Nebenprodukt der Zinkgewinnung. Schwefelsäure benötigt man zum Beispiel für die Herstellung von Düngemitteln.

Zink hat einen niedrigen Schmelzpunkt (419,53° Grad). (Bildquelle Initiative Zink)

Hydrometallurgische Zinkgewinnung

In Deutschland wird Zink im sogenannten hydrometallurgischen Verfahren gewonnen. Dabei wird der Zinkinhalt des gerösteten Konzentrats in Schwefelsäure gelöst. Zurück bleiben Eisen, Blei und Silber. Diese ungelösten Bestandteile können an andere Betriebe abgegeben werden, in denen Blei und Silber als Produkte gewonnen werden. Ein weiteres Nebenprodukt der Zinkgewinnung kann zum Beispiel Indium sein, das ebenfalls als Begleitelement in Zinkerzen vorkommt.

Das in Säure gelöste Zink wird über Rohrleitungen in die Elektrolyse geleitet, in der sich metallisches Zink aufgrund seiner elektrischen Eigenschaften in hoher Reinheit auf Blechen abscheidet. Weit über 90 % der weltweit erzeugten Zinkmenge werden heute hydrometallurgisch gewonnen.

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