Zinkoxid

Zinkoxid ist unter den Zinkverbindungen die bekannteste. Es gibt klassische Verwendungsbereiche wie z.B. als Vulkanisator bei der Gummiherstellung oder auch in Medikamenten und Wundcremes. Aktuell macht Zinkoxid immer wieder auch auf Gebieten der Grundlagenforschung Schlagzeilen, wenn es beispielsweise darum geht, die LED-Technik noch effektiver zu gestalten.

Zinkoxid in Autoreifen

Reifen entscheiden im Rennsport über Sieg und Niederlage – und im Alltag über mehr Sicherheit, besseres Handling und Langlebigkeit: Sie müssen federn, dämpfen, für einen guten Geradeauslauf sorgen und optimale Rundlaufeigenschaften besitzen. Vor allem müssen sie hohe Kräfte in Längs- und Querrichtung übertragen können, um eine sichere Straßenlage zu ermöglichen – auch, wenn die Straße wenig griffig, nass, schmierig oder gar mit Eis oder Schnee bedeckt ist.

Gut und zuverlässig fahren die Reifen mit Zinkoxid: Das Material hat eine sicherheitsrelevante Funktion, indem es dem Reifen aufgrund einer besseren Vernetzungsdichte mehr Festigkeit verleiht und damit auch die Alterungsbeständigkeit erhöht. Rund 180 Gramm Zinkoxid befinden sich in einem Pkw-Standardreifen.

Gut und zuverlässig fahren Reifen mit Zinkoxid: Das Material hat eine sicherheitsrelevante Funktion, indem es dem Reifen Alterungsbeständigkeit und optimale Festigkeit verleiht. (Bildquelle Continental Reifen Deutschland GmbH)

Zinkoxid im Motoröl

Dass alles wie geschmiert läuft, darauf muss man sich beim Automotor jederzeit verlassen können. Und genau deshalb ist ein effizientes Motoröl mit einer optimierten Formulierung unerlässlich. Moderne Motorenöle basieren je nach Art und Leistungsfähigkeit auf unterschiedlichen Basisölen oder auf den sich daraus ergebenden Mischungen.

Zusätzlich werden Additive wie Zinkdithiophosphat, für das Zinkoxid ein Ausgangsstoff ist, eingesetzt. Sie sollen den Motor vor Korrosion schützen, ihn von Verbrennungs-rückständen reinigen und feinsten Metallabrieb aufnehmen, damit sich diese nicht im Motor ablagern können.

Zinkdithiophosphat als Motoröladditiv schützt den Motorvor Korrosion, entfernt Verbrennungsrückstände und nimmt feinsten Metallabrieb auf, damit sich diese nichtim Motor ablagern können. (Bildquelle Okea - Fotolia.com)

Zinkoxid als Katalysator in der chemischen Industrie

Der wirtschaftliche Einsatz von Industriekatalysatoren
in Produktionsanlagen von Raffinerien und chemischen
Anlagen wird immer bedeutsamer. Zinkoxid wird in diesem
Bereich auch künftig eine entscheidende Rolle spielen.
© mmmx – Fotolia.com

Der gute alte Kat: Wer kennt ihn nicht? Katalysatoren sind für die meisten Menschen schlicht ein Teil ihres Autos. Dabei steht dieser Begriff auch für die Herstellung unzähliger Dinge des täglichen Lebens, wie zum Beispiel Automobil- oder Flugzeugtreibstoffe, Kunststoffe und Arzneimittel.

In all diesen Produktbereichen geht es immer darum, der Chemie auf die Sprünge zu helfen: Katalysatoren beschleunigen chemische Reaktionen, ohne selbst verändert zu werden, und tragen so maßgeblich dazu bei, industrielle, großtechnische Produktionsprozesse wirtschaftlicher und umweltfreundlicher zu gestalten. Zinkoxid mit seinen einzigartigen chemischen und elektronischen Eigenschaften spielt hier eine zentrale Rolle.

Zinkoxid in Kosmetika

Ob in dekorativer und schützender Kosmetik, in Heilsalben,
Zahnpasta oder Sonnencremes: Zinkoxid gilt aufgrund
seiner Eigenschaften als Wund- und Hautschutzwirkstoff.
© Africa Studio/Fotolia.com

Zink ist ein wichtiger Beautyhelfer: Wer sich eine schöne Haut, glänzende Haare und feste Fingernägel wünscht, muss dem Körper dieses Spurenelement in ausreichender Menge zuführen.

Und in Form von Zinkoxid gilt es aufgrund seiner Eigenschaften als Wund- und Hautschutzwirkstoff schlechthin: Die chemische Verbindung aus Zink und Sauerstoff wirkt antiseptisch, desinfiziert und sorgt dafür, dass Unreinheiten oder Entzündungen schneller abheilen und die Haut nicht gereizt wird. Es schützt vor UVA- und UVB-Strahlung, weist eine hohe Deckkraft auf und reflektiert sichtbares Licht. Die Einsatzbereiche in Pharmazie, Medizin und Kosmetik sind entsprechend vielfältig, denn Zinkoxid ist Bestandteil dekorativer und schützender Kosmetik, in Heilsalben, Zahnpasta und Deodorants.

Zinkoxid in Wärmeleitpasten

Geheime Kühler für elektronische Bauteile:
Wärmeleitpasten, die klassischerweise aus
Silikonöl und Zinkoxid bestehen.
© Ingo Bartussek – Fotolia.com

Die Fülle und Funktionsvielfalt elektronischer Geräte nimmt immer weiter zu. Dabei legt der Endanwender Wert auf Form, Funktion und Energieverbrauch. Entwickler müssen dabei den Aspekt des Wärmemanagements innerhalb dieser Geräte effizient handhaben. Nur so werden ihre Produkte zuverlässig und robust genug, um den Anforderungen des Endanwenders zu genügen.

Die vielleicht unscheinbarste, aber doch wichtige Komponente: Wärmeleitpaste, die klassischerweise hauptsächlich aus Silikonöl und Zinkoxid besteht.

Innovationen mit Zinkoxid

Zinkoxid wird immer wieder für innovative Einsatzbereiche genutzt. Aktuell werden zum Beispiel Solarmodule auf der Basis von Nanozinkoxid entwickelt. Auch bei der LED-Entwicklung setzen Forscher zunehmend auf Zinkoxid.

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