Neue Zinkanwendungen: Forschungsergebnisse und Innovationen

Seit 1998 sammelt die Initiative Zink Informationen über den Werkstoff Zink und seine Anwendungen. Man sollte meinen, dass die Arbeit irgendwann getan ist. Aber weit gefehlt: immer wieder finden wir neue Anwendungsmöglichkeiten für Zink:

Zink-Knetlegierungen erschließen neue Anwendungsfelder für Zink

Aus Vollprofilen werden durch Schmieden oder spanende
Bearbeitung (Drehen, Sägen, Fräsen, Bohren) hochpräzise
Bauteile und Komponenten z.B. für Beschläge oder
Schließsysteme produziert. © Grillo-Werke AG

 



 

 

 

 

 

 

Als kostengünstige Materialalternative z.B. für Baubeschläge und Schließsysteme gibt es nun auch Knetlegierungen aus Zink (ZEP).

Vergleichbar zu Aluminium- und Kupferbasisknetwerkstoffen können durch Strangpressen und Ziehen Vollprofile unterschiedlichster Geometrien aus einem breiten Spektrum von Zinklegierungen mit homogenen Materialkennwerten hergestellt werden.

Abgestimmt auf die Anforderungen können daraus, durch Schmieden oder spanende Bearbeitung (Drehen, Sägen, Fräsen, Bohren) hochpräzise Bauteile und Komponenten z.B. für Beschläge oder Schließsysteme produziert werden.

Die Bauteile sind hervorragend für die Oberflächenveredelung geeignet, zeichnen sich aber auch unveredelt durch gute Gebrauchseigenschaften aus.

Quelle:

Neue Lötzinn-Legierungen zum Weichlöten von Dachrinnen

Dachrinnen aus Zinkblech werden vor Ort aus Rinnenabschnitten zusammengesetzt. Die einzelnen Abschnitte werden durch Weichlöten miteinander verbunden. Das Weichlötverfahren ist eine schnelle und einfache Methode zur Herstellung einer wasserdichten, stoffschlüssigen und dauerhaften Verbindung. Die Temperatur beim Weichlöten beträgt ca. 250 °C und ist daher optimal für das Löten des Werkstoffs Zinkblech geeignet. Die zu verbindenden Zinkteile verbleiben im festen Zustand, verbinden sich jedoch an der Oberfläche mit dem Lot. Die Festigkeit der Lötnaht wird - durch die Verbindung des Lötzinns mit dem Werkstoff - durch eine Legierungsbildung an den Kontaktflächen erreicht. Bei richtiger Ausführung ist diese genauso hoch wie die Festigkeit des Werkstoffs. Neue Lotlegierungen leisten einen zusätzlichen Beitrag zur Arbeitssicherheit und zeichnen sich zudem durch ein besonders gutes Fließverhalten aus.

Quelle:

EMV-Schutz mit Zink für Kunststoffgehäuse

© Grillo-Werke AG

Die Vermeidung von Störungen ist eine Grundvoraussetzung für das einwandfreie Funktionieren elektronischer Geräte. Dabei ist die Abschirmung vor Einflüssen elektromagnetischer Felder aus der Umgebung wichtig. Um diese Abschirmung zu gewährleisten, wird als Gehäusematerial in vielen Fällen Zink verwendet, dessen abschirmende Eigenschaften den gewünschten EMV-Schutz bieten. Bei Kunststoffgehäusen hingegen muss der EMV-Schutz zusätzlich aufgebracht werden – auch hier kommt Zink zum Einsatz.

Zink besitzt eine hohe elektrische Leitfähigkeit verbunden mit sehr geringen Materialkosten. Die elektrischen Schirmeigenschaften unterschiedlicher Beschichtungsverfahren für Kunststoffe wurden am Fraunhofer Institut für Schicht- und Oberflächentechnik (IST) in Braunschweig gemessen und mit denen der Zinkschicht verglichen. Die Ergebnisse mit den Zinkschichten sind überzeugend. Über das gesamte Spektrum lassen sich Dämpfungen im Bereich von 70 dB bis 110 dB im Frequenzbereich zwischen 10 MHz und 1 GHz erreichen.

Es gibt verschiedene Verfahren, mit deren Hilfe Kunststoff mit der schützenden Zinkschicht versehen werden kann. Zum Einsatz kommen heute zum Beispiel das Galvanisieren und die Lichtbogen-Spritzgusstechnik.

Quelle:

  • „Kunststoff zieht mit Zinkschicht ins Feld“: von Hartmuth Schmidt, aus Der Konstrukteur,  6/2007, S. 40 bis 41

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