Zink-Recycling: Ein wichtiger Baustein der Ressourceneffizienz

Das Recycling von Werkstoffen leistet einen wertvollen Beitrag zur Ressourceneffizienz ganzer Branchen. Die End-of-Life-Recyclingrate von Zink in Europa beträgt rund 60% im Durchschnitt aller Anwendungen. Für einzelne Anwendungen wie z.B. Zinkblech werden End-of-life-Recyclingraten von weit über 90% erreicht. Auch wenn Zink schon seit Beginn seiner technischen Nutzung auch wieder recycelt wird, werden gerade in der Recyclingindustrie immer wieder Verbesserungen und Innovationen eingeführt.

Wälzprozeß: Senkung des Frischwasserverbrauchs

Ein wichtiges Einsatzgebiet für Zink ist der Korrosionsschutz von Stahl durch Verzinken. Wird der Stahl nach Ablauf seiner Nutzungsphase recycelt, so wird das daran haftende Zink im Filterstaub des Stahlwerkes als Oxid abgeschieden. Bei der Befesa Zinc Freiberg GmbH werden diese zinkhaltigen Filterstäube im Wälzverfahren zu einem hoch-zinkhaltigem Konzentrat, dem Wälzoxid, recycelt, aus dem wieder metallisches Zink gewonnen werden kann.

Um die Halogenide (Chlor, Fluor) sowie die Alkalien (Na2O, K2O) im ungewaschenen Wälzoxid zu minimieren, wird eine mehrstufige Wälzoxid-Waschung durchgeführt. Durch die Verwendung einer Kristallisation werden die aus dem Wälzoxid ausgewaschenen Salze entfernt und das erzeugte vollentsalzte Wasser kann im Waschprozess wiederverwendet werden. Es verbleibt nur noch eine geringe Menge an Wasser, die zum Erhalt der Bilanz zugeführt werden muss.

Durch die Installation einer Kristallisation in der Wälzoxid-Wäsche der Befesa Zinc Freiberg GmbH wird aus dem Prozess kein Abwasser abgeleitet, bzw. die benötigte Frischwassermenge stark reduziert. Seit Anfang 2004 wurden mehr als 1 Mio m³ Frischwasser eingespart, bzw. nicht als Abwasser ausgeschleust.

"Für diese Einführung der abwasserfreien Technologie mit Eindampfkristallisation wurde der Befesa Zinc GmbH in 2003 der Chemnitzer Umweltpreis verliehen." Dipl.-Ing. Andreas Ruh, Befesa Steel Services GmbH, Forschung und Entwicklung

Wälzprozeß: Energieeinsparung durch SDHL-Technologie

Innenansicht
© Befesa Steel Services
Wälzrohrofen
© Befesa Steel Services

Durch die Einführung der SDHL-Technologie ergaben sich entscheidende Vorteile gegenüber dem klassischen Wälzbetrieb. Eine drastische Reduzierung des Energieverbrauchs wird durch die Reoxidation des Eisens im Schlackebett erreicht. Damit wird die Stützfeuerung überflüssig und der Reduktionsmittelbedarf auf zirka 60 % der klassischen Prozessführung minimiert. Dadurch wird die Verbesserung der Energiebilanz und zugleich eine Durchsatzsteigerung von bis zu 25 % erreicht. Aus diesen Effekten ergibt sich eine Reduzierung der CO2-Emissionen um etwa 40 %.

Seit der Einführung der SDHL Technologie konnten somit allein am Standort der Befesa Zinc Freiberg GmbH über 1 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden.

"Die SDHL-Technologie wurde bereits 1999 mit dem Unternehmer-Umweltpreis des Landes Sachsen ausgezeichnet. Seitdem wurde der Wälzprozess konsequent weiterentwickelt und gilt heute als die beste verfügbare Technologie für das Recycling von Stahlwerkstäuben" Dipl.-Ing. Andreas Ruh, Befesa Steel Services GmbH, Forschung und Entwicklung


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