Zink und Klimaschutz

Klimaschutz durch geringere CO2-Emissionen. Kein Werkstoff, kein Produkt kann sich heute vor dieser Forderung verschließen. Die Zinkindustrie bleibt die Antworten auf Fragen nach dem Einfluss ihrer Produkte und Produktionsweisen auf das Klima nicht schuldig. Im umfangreichen Zinc-for-life-Programm der International Zinc Association IZA sind die Aktivitäten zur Datenerhebung in Sachen Klimaschutz weltweit gebündelt. In Deutschland haben sich Unternehmen der Zinkindustrie der Initiative Metalle pro Klima angeschlossen.

Die Unternehmen der Zinkindustrie, die sich weltweit in der International Zinc Association IZA zusammengeschlossen haben, haben sich mit der im Oktober aktualisierten Nachhaltigkeits-Charta zum Klimaschutz verpflichtet:

"We are committed to developing, implementing and promoting the production and use of zinc in ways that help address climate change, including the reduction in emissions of greenhouse gases (GHGs)."

Klimaschutz in der Praxis

Selbstverpflichtungen und Forschungsprogramme sind wichtig - ohne Zweifel. Wichtig ist aber auch, dass Erkenntnisse, die so gewonnen werden auch Eingang in die Praxis finden. Klimaschutz mit Zink findet in der Zinkindustrie  selbst statt, wo Verfahren optimiert und immer effizienter gemacht werden. Viele Zinkprodukte leisten bei beispielsweise als Rostschutz für Stahl einen Beitrag zum Klimaschutz. Wo und auf welche Weise in der Zinkindustrie und mit Hilfe von Zinkprodukten CO2 eingespart wird, zeigen wir anhand von Best-Practice-Beispielen.

Zink und erneuerbare Energie

Energiegewinnung durch Windkraft, Wasserkraft oder Sonnenlicht ist klimafreundlich - das ist unbestritten. Nachhaltig sind auch solche Anlagen nur dann, wenn sie zuverlässig funktionieren und eine lange Lebensdauer aufweisen - auch unter extremen Bedingungen (z.B. Offshore, oder Wüste). Zink in seiner Funktion als Korrosionsschutz für Stahl wird bei der Energiegewinnung aus erneuerbaren Quellen an vielen Stellen unverzichtbar eingesetzt:

  • Windkraft
  • Sonnenenergie
  • Kraftwerksbau

Im Zusammenhang mit den vielfältigen Entwicklungen bei der Gewinnung von Energie aus erneuerbaren Quellen gibt es immer wieder Innovationen bei denen Zink eingesetzt wird und teils eine entscheidende Funktion hat.

Klimaschutz durch Zinkrecycling

Das Ökoinstitut hat im Auftrag der Initiative Metalle Pro Klima im Juli 2016 eine Studie zu CO2-Einsparpotenzialen durch das Recycling von NE-Metallen in Deutschland veröffentlicht. Neben den Klimavorteilen durch das aktuelle Recycling wurde auch das Potenzial für zukünftige Einsparungen ermittelt, die sich aus dem Recycling der NE-Metalle ergeben, die heute im Gebrauch und damit im sogenannten anthropogenen Lager sind.

Ergebnisse der Studie (u.a.):

  • Das Recycling von Aluminium, Kupfer, Zink, Blei und Nickel trägt mit jährlich mehr als 7 Mio. Tonnen eingesparter CO2-Emissionen wesentlich zur Klimaschonung bei.

  • Metalle akkumulieren in Metalllagern. Absolut betrug das NE-Metalllager in Deutschland im Jahr 2014 rund 76,5 Mio. Tonnen. Dies entspricht rund 950 kg NE-Metalle pro Einwohner. Auf Basis durchschnittlicher Schrottpreise stellt das anthropogene Lager 2014 einen Gesamtwert von rund 132 Mrd. Euro dar. Pro Einwohner entspricht dies 1.656 Euro.  

  • Das NE-Metalllager (Aluminium, Kupfer, Zink, Blei und Nickel)  in Deutschland wächst bis 2050 schätzungsweise auf rund 130 Mio. Tonnen bzw. gut 1600 kg NE-Metalle pro Einwohner. Auf Basis heutiger Schrottpreise stellt das Lager 2050 insgesamt einen Wert von rund 245 Mrd. Euro dar, pro Einwohner entspricht dies etwa 3.065 Euro.

  • Das theoretische Einsparpotenzial für Treibhausgasemissionen bei Kompletterschließung des NE-Metalllagers durch Recycling würde für den Stock 2014 rund 390 Mio. Tonnen Treibhausgase betragen und für den Stock 2050 rund 634 Mio. Tonnen. Letztere Zahl entspricht z. B. dem gut 3,9-fachen der aktuellen CO2-Emissionen des Verkehrsbereichs in Deutschland.

Das Recycling von Zink leistet zu diesen Erfolgen der NE-Metallindustrie wichtige Beiträge. In vielen Fällen ist das Recycling von Zink energetisch günstiger und damit klimaschonender als die Gewinnung von Zink aus Erzen.

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