Cradle-to-Cradle

Knapper werdende Ressourcen, steigende Energiekosten und klimaschädigende Kohlendioxidemissionen: Vor diesem Hintergrund sind innovative Lösungen für die Produktion industrieller Güter mehr denn je gefragt. Das Cradle-to-Cradle-(C2C-)Designkonzept ist hierfür eine grundlegend neue Herangehensweise. Die dahinterstehende Idee: Verbrauchs- und Gebrauchsgüter so zu konzipieren und zu realisieren, dass eine 100-prozentige Rückgewinnung aller verwendeten Materialien möglich ist und einmal geschöpfte Werte für Mensch und Umwelt erhalten bleiben. Weltweit wurden inzwischen über 2.000 Produkte nach C2C-Kriterien designt und produziert – darunter auch eine stückverzinkte Stahloberfläche und Titanzinkblech für den Einsatz an Dach und Fassade.

Wie funktioniert das Cradle-to-Cradle-Designkonzept?

Bei Cradle to Cradle (C2C) werden ein biologischer und ein technischer Kreislauf als zwei jeweils in sich geschlossene Prinzipien definiert. Die Materialien für Produkte werden den Kreisläufen entnommen und nach der Nutzung wieder in diese zurückgegeben. Die dem biologischen Kreislauf entnommenen organischen Stoffe – beispielsweise kosmetische Produkte oder Verpackungen – kommen in den Kompost. Beim technischen Kreislauf werden sogenannte Gebrauchsgüter, die nach ihrer Nutzung noch intakt sind, durch chemische oder mechanische Prozesse so behandelt, dass man ihre Bestandteile zurückgewinnt und für eine weitere Verwendung nutzbar macht.

Bei Cradle to Cradle werden ein biologischer und ein technischer Kreislauf als zwei jeweils in sich geschlossene Prinzipien definiert. (Bildquelle: EPEA)

Feuerverzinkte Oberflächen nach erfüllen C2C-Anforderungen

Bisher wurden weltweit über 2.000 Produkte nach Cradle-to-Cradle-Kriterien entworfen und produziert – die nachhaltige Gestaltung des Feuerverzinkungsprozesses für duroZINQ-Oberflächen gehört dazu. Die dabei eingesetzten Stoffe, die entstehenden Zwischenprodukte und das Endprodukts werden im Anschluss an die Nutzungsphase wiederverwertet. Es werden wo immer möglich umweltverträgliche Rohstoffe verwendet und das Recycling über alle Prozesse hinweg etabliert. So werden die abgearbeiteten Reinigungslösungen sowie die angereicherten Spüllösungen aufbereitet und die eingesetzten Betriebshilfsstoffe für die Traversierung werden wiederverwendet oder kommen in den Altmetallkreislauf. Die am Zinkkessel anfallenden Stoffe wie Zinkasche und Hartzink werden auf einer eigenen Linie in einem Zinkaufbereitungsunternehmen recycelt. Das daraus gewonnene Sekundärzink wird wieder dem Verzinkungsprozess zugeführt. Ebenfalls gesammelt werden die über die Filteranlagen am Verzinkungskessel aufgefangenen zinkreichen Stäube, die dann erneut bei der Flussmittelherstellung eingesetzt werden.

Ressourceneffektivität statt nur -effizienz gemäß C2C stellt die nachhaltige Gestaltung des Feuerverzinkungsprozesses für Oberflächen unter Beweis. (Bildquelle: Voigt & Schweitzer)

Zinkblech als C2C-zertifizierte Bedachung

Auch Zinkbleche der Marke prePATINA sind C2C-zertifiziert. Zu ihren Eigenschaften unter C2C-Aspekten zählt, dass sämtliche während der Herstellung anfallenden Reste dem Produktionsprozess wieder zugeführt werden können, die Menge des eingesetzten Rohmaterials exakt dem Gewicht des Fertigprodukts entspricht und das Titanzink fast vollständig recycelt wird. Zudem hat das Material die Fähigkeit, eine schützende Patina zu bilden, weshalb die Dach- und Fassadenelemente während des gesamten Lebenszyklus keine Reinigung, Pflege oder Wartung benötigen. Die Zertifizierung nach den Kriterien von Cradle to Cradle dokumentiert, dass prePATINA Zinkbleche die Anforderungen des nachhaltigen Bauens erfüllen.

Alle im Park 20|20 – ein Gewerbepark bei Amsterdam – eingesetzten Baustoffe müssen die C2C-Kriterien erfüllen. (Bildquelle: RHEINZINK)

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