Ressourceneffizienz

Bis 2050 wird nach Schätzungen der vereinten Nationen die Weltbevölkerung von heute knapp sieben Milliarden auf dann mehr als neun Milliarden Menschen anwachsen. Die Europäische Kommission hat vor allem über den „Fahrplan für ein ressourcenschonendes Europa“ (2011) und das „Aktionspaket für eine Europäische Kreislaufwirtschaft“ (Dezember 2015) einen tiefgreifenden Wandel eingeleitet, um auch in den kommenden Jahrzehnten eine gute Lebensqualität der Menschen in Europa und in anderen Teilen der Welt sicherzustellen.

Die deutsche Bundesregierung hat unter dem Titel "Nationaler Aktionsplan Ressourceneffizienz (ProgRess)“ (2012) ebenfalls ein Effizienzprogramm erarbeitet, zu dem inzwischen ein Fortschrittsbericht (2012 – 2015) und die Fortschreibung (2016 – 2019) verabschiedet wurden.  

Als Weiterentwicklung der Ressourceneffizienzbestrebungen ist heute das Thema Circular Economy zu sehen, dessen wörtliche Übersetzung ins Deutsche (Kreislaufwirtschaft) nur einen unvollständigen Eindruck vermittelt.

Der Begriff „Ressource“

Der Begriff "Ressource" ist zunächst ein sehr allgemeiner. Unterschiedliche Forschungsinstitute und Institutionen sehen unterschiedliche Ressourcen im Zentrum der Effizienzbestrebungen. Während die europäische Roadmap stärker auf den Schutz von Umweltmedien wie Boden, Wasser und Luft eingeht, stehen beim Effizienzprogramm der Bundesregierung eher die effiziente Bewirtschaftung nichtenergetischer Rohstoffe, Erze und Industrie- und Baumineralien sowie biotischer Stoffe im Vordergrund. Zu einer umfassenden Effizienzbetrachtungen gehört unbedingt auch die Energieeffizienz hinzu.

Zinkerz ist der Rohstoff, aus dem Zinkmetall das erste Mal gewonnen wird. danach wird Zinkmetall immer wieder recycelt.

Wir haben schon viel erreicht

Die Unternehmen der Zinkindustrie in Deutschland haben sich mit den Themen Ressourcen- und Energieeffizienz auseinandergesetzt - und das nicht erst seit heute. Der effiziente Einsatz von Ressourcen – auch der Ressource Energie - ist die Voraussetzung für wirtschaftliches Handeln. Dabei hat die Zinkindustrie ebenso wie die übrigen Unternehmen der Nicht-Eisen-Metallindustrie schon viel erreicht.

Die Erfolge der Vergangenheit sind aber kein Grund zum Ausruhen. Durch die Sammlung von Beispielen aus der betrieblichen Praxis, bei denen der effiziente Umgang mit Ressourcen im Fokus steht, belegen die Unternehmen, dass die Effizienzsteigerung zum Alltagsgeschäft gehört. 

Sinkender spezifischer Energieeinsatz der NE-Metallindustrie in Deutschland in MWh/t [Quelle: „Die Statistik der Nichteisen-Metallindustrie 15.16“, WVMetalle/GDB]

Es gibt genug Zink

Die Studie "Critical Raw Materials for the EU", die 2010 im Auftrag der Europäischen Kommission durchgeführt und in 2014 aktualisiert wurde hat ergeben: Zink zählt danach nicht zu den versorgungskritischen Rohstoffen. Tatsächlich sind zusätzlich zu den derzeit als abbauwürdig identifizierten 250 Millionen Tonnen Zinkreserven weitere 1,9 Milliarden Tonnen Zink in Lagerstätten bekannt (IZA Fact Sheet Zinc Recycling – Material Supply). In Abhängigkeit von der Nachfrage nach Zink und damit vom Zinkpreis werden diese Lagerstätten erschlossen und weitere werden erkundet. 

Recycling als Baustein der Ressourceneffizienz

Zink wird - wie Metalle generell - nicht "verbraucht" sondern "gebraucht". Das heißt, dass Zink aus den meisten seiner Anwendungen nach Ablauf der Nutzungsphase wieder gesammelt und recycelt wird und das ohne Qualitätsverlust immer wieder. Es mag allerdings eine ganze Zeit lang dauern, bis aus einem Zinkprodukt wieder ein Zinkrohstoff wird. Die meisten Zinkprodukte haben eine sehr lange Haltbarkeit. Zinkblech hält bis zu 200, verzinkter Stahl bis zu 100 Jahre. Dabei ist das Recycling von Zinkblech beispielsweise energetisch viel günstiger als die Zinkgewinnung aus Erzen. Recycling stellt heute und auf lange Sicht deshalb eine wichtige Ergänzung der Zinkgewinnung aus Erzen dar, kann diese aber nicht vollständig ersetzen. 

„Weniger“ ist nicht immer „besser“: intelligente Produktentwicklung für effektive Ressourcennutzung

Ökobilanzen und Umweltproduktdeklarationen belegen, dass ein effektiver Einsatz eines Werkstoffs nicht immer gleichbedeutend damit ist, möglichst wenig davon zu verwenden. Prominentes Beispiel ist der schwerere und teurere Dieselmotor, der im Vergleich zum Benziner in der Nutzung verbrauchsärmer ist. Wenn Stahl durch Verzinken viel länger hält, so ist Verzinken ein sehr nachhaltiger, d.h. ein Ressourcen schonender Einsatz von Zink. Wenn Zinkblech nicht nur als Bedachungsmaterial eingesetzt wird, sondern gleichzeitig die integrierte Stromgewinnung aus Sonnenenergie bereitstellt, so ist dies ein nachhaltiger Einsatz von Zink zur effektiven Nutzung vorhandener Ressourcen.

Die Zinkindustrie verfolgt die Prinzipien der Nachhaltigkeit auch bei der Forschung und Entwicklung. Das Ergebnis sind Innovationen, bei denen dem Ressourcenschutz Rechnung getragen wird. Endabmessungsnahes Gießen bei Einsparung aufwändiger Nachbearbeitungsschritte, der Guss von Hohl- oder Schaumkörpern zur Verringerung des Gussteilgewichts im Fahrzeugbau sind dabei nur einige Beispiele. 

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