Selbstverpflichtung

2001 wurde die Nachhaltigkeits-Charta von der weltweiten Zinkindustrie unter dem Dach der International Zinc Association (IZA) beschlossen. Kernpunkt dieser Charta ist, dass sowohl Zinkerzeugung als auch -weiterverarbeitung und -verwendung im Einklang mit der Umwelt und den gesellschaftlichen Bedürfnissen sein sollen, ohne dass dabei Risiken für Mensch und Umwelt entstehen.

Später wurden in die bestehende Charta zwei neue Absätze zu den Themen „Kinderarbeit“ und „Klimaschutz“ aufgenommen und von mehreren Institutionen – darunter UNICEF – geprüft. Im Oktober 2011 wurde diese aktualisierte Form der Nachhaltigkeits-Charta vom Board of Directors der IZA und damit von der Zinkindustrie weltweit offiziell angenommen.

„Die Schonung von Ressourcen ist für uns sehr wichtig. Deshalb haben wir neben unserem Umweltmanagementsystem auch ein Energiemanagementsystem eingeführt.“ Dr. Marianne Schönnenbeck, RHEINZINK GmbH & Co. KG, Abteilungsleiterin Forschung und Entwicklung/Umwelt.

Die Selbstverpflichtung in der Praxis

Um über die generellen Aussagen der Charta hinaus auch praktische Richtlinien für die tägliche Arbeit der Mitgliedsunternehmen abzuleiten, wurden zusätzlich Guiding Principles erarbeitet. Eines dieser Guiding Principles empfiehlt den Aufbau von Umweltmanagementsystemen und auch, diese nach ISO 14001 oder EMAS zertifizieren zu lassen. Die ISO 14001 wurde 1996 veröffentlicht und definiert – in Verbindung mit EMAS von 1993 – zum ersten Mal den Bereich „Umweltmanagement“: Nach dieser Definition wird durch ein Umweltmanagementsystem der Umweltschutz systematisch im Management eines Unternehmens verankert. Somit können bei allen Aufgaben und firmenpolitischen Entscheidungen Umweltaspekte berücksichtigt werden und ein Unternehmen kann nachweisen, dass es sich umweltgerecht verhält. Die Betriebe erhalten mit diesem System ein wirkungsvolles Instrument, mit dem sie Umweltbelastungen erfassen und die Umweltsituation permanent verbessern können. 

Umweltmanagementsysteme

Hier gehen die Unternehmen der deutschen Zinkindustrie mit gutem Beispiel voran: So haben die meisten Mitgliedsunternehmen der Initiative Zink an ihren Produktionsstandorten in Deutschland ein funktionierendes Umweltmanagement­system installiert und sind nach ISO 14001 oder nach EMAS zertifiziert – ebenso wie die meisten Verzinkereien (mehr Informationen).

Darüber hinaus in vielen Betrieben Energiemanagementsysteme eingeführt. Umwelt- und Energiemanagementsysteme sind eine gute Voraussetzung für die kontinuierliche Steigerung der Effektivität. Beispiele aus der Praxis veranschaulichen diesen Prozess. 

"Klimaschutz entsteht sowohl durch den Korrosionsschutz - also das Verzinken selbst - alsauch durch die Optimierung der Anlagen- und Prozesstechnik. Die Einführung von EMAS im Dezember 2014 war für uns ein weiterer Schritt, mit dem wir unsere kontinuierliche Verbesserung des Umweltschutzes, eine für alle nach-vollziehbare Transparenz durch die Umweltberichterstattung, die Information und Einbeziehung der Mitarbeiter sowie die Einhaltung der Rechtsvorschriften dokumentieren wollen." Dr. Thomas Happle, technischer Geschäftsführer der Wiegel Gruppe.

Nachhaltige Produkte: Cradle-to-Cradle-Designkonzept

Knapper werdende Ressourcen, steigende Energiekosten und klimaschädigende Kohlendioxidemissionen: Vor diesem Hintergrund sind innovative Lösungen für die Produktion industrieller Güter mehr denn je gefragt.

Das Cradle-to-Cradle-(C2C-)Designkonzept ist hierfür eine grundlegend neue Herangehensweise. Die dahinterstehende Idee: Verbrauchs- und Gebrauchsgüter so zu konzipieren und zu realisieren, dass eine 100-prozentige Rückgewinnung aller verwendeten Materialien möglich ist und einmal geschöpfte Werte für Mensch und Umwelt erhalten bleiben.

Weltweit wurden inzwischen über 2.000 Produkte nach C2C-Kriterien designt und produziert – darunter auch eine stückverzinkte Stahloberfläche und Titanzinkblech für den Einsatz an Dach und Fassade (mehr Informationen).

„Die Wiederverwertung der eingesetzten Stoffe, der entstehenden Zwischenprodukteund des Endprodukts zu fördern,ist wesentlicher Bestandteil unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Deshalb achten wir nicht nur darauf, umweltverträgliche Rohstoffe zu verwenden, sondern haben auch Recycling über alle Prozesse hinweg etabliert.“ Dr. Thomas Pinger, bei Voigt & Schweitzer verantwortlich für Nachhaltigkeit und Innovationsmanagement.

Umweltproduktdeklarationen (EPDs)

Nachhaltiges Bauen ist das Konzept für eine ressourcenschonende Zukunft – das gilt für einzelne Baustoffe wie für gesamte Gebäude. Denn, so zeigen Zahlen des Bundesumweltministeriums, rund ein Drittel des Ressourcenverbrauchs in Deutschland wird von Gebäuden verursacht. Umwelt-Produktdeklarationen (kurz: EPD, Environmental Product Declaration) sind für die Bewertung der Nachhaltigkeit von Gebäuden zentrale Bausteine. Bei der Erstellung einer EPD wird jedes einzelne Bauteil über den gesamten Lebenszyklus betrachtet. Energie- und Ressourceneinsatz werden ebenso berücksichtigt wie der Herstellungsprozess, die Nutzung und das Recycling. Eine EPD wird durch unabhängige Dritte geprüft – erst dann ist sie offiziell gültig.

In Deutschland wird diese Prüfung vom Institut Bauen und Umwelt e. V. (IBU) vorgenommen. Führende Hersteller von Zinkerzeugnissen haben bereits EPDs für ihre Titanzinkprodukte erstellt, die bei zahlreichen Bauanwendungen – zum Beispiel Bedachung, Fassadenbekleidung oder Dachentwässerung – zum Einsatz kommen (mehr Informationen).

„Wir sind uns unserer Verantwortung im Hinblick auf Nachhaltigkeitsaspektebewusst. Die EPD ist für uns eine gute Möglichkeit, auf die Nachhaltigkeit und Umweltver-träglichkeit unserer Produkte hinzuweisen, denn auch für unsere Kunden werden diese Aspekte immer wichtiger. Zu wissen, dass Informationen über umwelt-relevante Daten unserer Produkte in geprüfter Qualität verfügbar sind, schafft einen Mehrwert für unsere Kunden.“, Burkhard Geise, Geschäftsführer der NedZink GmbH.

Transparentes Engagement

Dass die Unternehmen ihre Verpflichtung zum nachhaltigen Handeln ernst nehmen, belegen sie durch entsprechende Zertifikate

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