Mittwoch, den 14. Juli 2010

Fußball-Weltmeisterschaft 2010 - auch ein Sieg für feuerverzinkten Stahl

Kategorie: Feuerverzinken, Korrosionsschutz durch Verzinken, Bauwesen

Mit einem 1:0 in der Verlängerung holte sich Spanien zum ersten Mal den Pokal – und damit sind vier Wochen Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika eigentlich schon wieder Vergangenheit. Was bleibt? Auf jeden Fall die Fußballstadien, in denen die Teams packende Spiele geboten und die Fans ihre Mannschaften unterstützt haben. Sechs der insgesamt zehn Stadien wurden im Laufe der letzten Jahre extra für die WM errichtet – und in jedem Einzelnen wurden viele Tonnen feuerverzinkten Stahls verbaut, allein etwa 280 Tonnen in „Soccer City“ in Johannesburg, das mit seinen 94.700 Sitzplätzen das elftgrößte Stadion der Welt ist und unter anderem Schauplatz des Finales zwischen den Niederlanden und Spanien war.


Das Design von „Soccer City“ erinnert an eine Kalebasse, einen Flaschenkürbis oder auch an einen typisch afrikanischen Kochtopf, woraus sich auch die umgangssprachliche Bezeichnung „Pit of Fire“ ableitet – dieses Bild wird dadurch komplettiert, dass Soccer City auf einem Podest steht. Der Rahmen des Stadions trennt die äußeren von den sicheren Innenbereichen. Feuerverzinkte Gitter wurden als Verkleidung dazu eingesetzt, ein sowohl architektonisch beeindruckendes als auch funktionales Erscheinungsbild zu schaffen. Diese Gitter wurden den herkömmlichen aufgrund ihrer Festigkeit und Steifigkeit vorgezogen. Mehr als 5.000 Sicherheitsbolzen und Muttern wurden dazu eingesetzt, die Elemente in ihren Rahmen zu befestigen. Des Weiteren wurden insgesamt 150 feuerverzinkte Drehkreuze eingebaut.

Das Haupttragwerk des Stadions ist das ringförmige Dach, das die Sitzreihen bis hinter die oberen Ränge überspannt. Es ist über 800 Meter lang, mit variierenden, dreieckigen Elementen. Gestützt von massiven Betonsäulen hält ein großes feuerverzinktes Rahmenwerk Tausende Glasfieber-Paneele, die aus acht Erdfarben zusammengesetzt sind und in einer patchworkartigen Windung um das Stadium herum bis hin zum frei tragenden Dach reichen und so die große runde Form definieren.

Die Dachkonstruktion ist überwiegend aus Stahl gefertigt und zeigt durch die kurvigen Formen und radialen Bögen deutlich die Flexibilität dieses Materials auf. Die wichtigste unterliegende Struktur des Dachs besteht aus einem vorgespannten Drahtseilsystem mit einem ringförmigen Ausleger, einer komplexen, doppelt gewundenen Form mit variierenden Höhen und Weiten. Bei diesem Drahtseilsystem kam Galfan zum Einsatz – eine Legierung, die aus 95 Prozent Zink und 5 Prozent Aluminium besteht –, um eine lange Lebensdauer zu gewährleisten und die mechanische Festigkeit zu erhalten.

Auch die Infrastruktur der anderen neu erbauten Stadien – Zäune, Geländer, Halterungen für Abfallbehälter etc. – ist aus feuerverzinktem Stahl: Etwa 500.000 feuerverzinkte Sitzplatzhalterungen wurden angebracht. Viele Meilen Kabelkanäle, Beleuchtungssysteme, Brandschutzeinrichtungen und Kabelrinnen wurden eingebaut. In allen Stadien wurden die Inspektionswege innerhalb der Dachstruktur mit offenen Gitterrosten aus feuerverzinktem Stahl gefertigt. Auch für die Infrastruktur in der Umgebung der Stadien wurden große Mengen feuerverzinkten Stahls oder Stahl nach dem Duplex-System verarbeitet. Bei diesem System wird feuerverzinkter Stahl zusätzlich pulverbeschichtet, um das optische Erscheinungsbild individuellen Anforderungen anzupassen. Insgesamt wurden über 40 Prozent der Oberfläche des verwendeten Stahls durch Feuerverzinken vor Korrosion geschützt.

Doch nach der WM ist vor der WM: Frei nach diesem Motto werden viele der Unternehmen, die in den Bau der Stadien für die WM 2010 in Südafrika eingebunden waren, auch 2014 bei der nächsten WM und bei den Olympischen Winterspielen 2016 in Brasilien wieder dabei sein – und Werte schaffen, die durch eine Feuerverzinkung langfristig vor Korrosion geschützt sind.


Kontakt:
INITIATIVE ZINK in der WirtschaftsVereinigung Metalle
Doreen Köstler
Public Relations
Am Bonneshof 5, 40474 Düsseldorf
Fon: 02 11.47 96-176 / 02 11.15 96 40 23
Mobil: 01 60.94 69 41 74
Fax: 0211.47 96-25176
E-Mail: doreenkoestler@initiative-zink.de
Web: www.initiative-zink.de

Die Initiative Zink ist ein Zusammenschluss von Zinkerzeugern, Zinkrecyclern, Halbzeugproduzenten, Herstellern und Verarbeitern von Zinkverbindungen unter dem Dach der WirtschaftsVereinigung Metalle. Sie ist Ansprechpartner für Behörden, Anwender und für die Presse in allen Fragen rund um das Zink. Die Initiative Zink hat ihren Sitz in Düsseldorf und arbeitet in enger Kooperation mit nationalen und internationalen Zinkverbänden.



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