Donnerstag, den 08. Oktober 2015

Zink im Automobilbau – ressourceneffizient und nachhaltig

Kategorie: Automobilbau, Mobilität, Zinkdruckguss, Korrosionsschutz durch Verzinken, Ressourceneffizienz

Galvanisierbarer Zinkschaum im Druckgussverfahren zur Gewichtseinsparung, Korrosionsschutz durch Feuerverzinken, Zinkdruckguss für besondere optische, haptische und akustische Anforderungen, EMV-Schutz für Kunststoffgehäuse durch aufgespritzte Zinkschichten: Zink ist aus dem Automobilbau nicht mehr wegzudenken und hat sich in unterschiedlichen Anwendungen im Autoinnenraum ebenso etabliert wie beim Einsatz in sicherheitsrelevanten Baugruppen.


Zink in sicherheitsrelevanten Bauteilen; Beispiel: Gurtaufwickler

Der klassische Gurtaufwickler ist eine Anwendung, bei der Zink seine mechanische Belastbarkeit dank intelligenter Konstruktion gewichtsoptimiert ausspielt. (Quelle: Initiative Zink)

Leichtbau mit verzinktem Stahl ist ressourceneffizient und nachhaltig

Dank weiterentwickelter Verzinkung erhalten auch hoch- und höchstfeste Stähle den optimalen Korrosionsschutz. Der Trend zu größeren Autos kann so ermöglicht werden, ohne dass das Gewicht der Fahrzeuge aus dem Ruder läuft. (Quelle: lassedesignen – Fotolia.com)

Funktionalität, Authentizität und Wertigkeit des Designs: Das ist eine Kombination, auf die es besonders in der Automobilindustrie ankommt. Die Metalloptik ist ein beliebtes Gestaltungsmittel, um markante Akzente zu setzen. Doch ob Metall echt ist, spürt man sofort: Fühlt sich das Material nicht kühl an oder suggeriert es nur eine strukturierte Oberfläche, führt es zu Irritationen. Bedienelemente aus Zinkdruckguss sind oft die Lösung: Sie überzeugen durch ihre metallische Oberfläche und fühlen sich merklich kühler an. Zinklegierungen können zudem in nahezu jeder gewünschten Geometrie gegossen und endkonturnah gefertigt werden. Doch auch dort, wo es auf die technischen Eigenschaften ankommt, punktet Zinkdruckguss: Eine hohe Festigkeit beziehungsweise hohe Beanspruchbarkeit bei gleichzeitig geringem Gewicht prädestiniert ihn für den Einsatz in sicherheitsrelevanten Bereichen.

In modernen Fahrzeugen wird es immer wichtiger, auch eine Abschirmung gegen elektrische und elektromagnetische Kräfte vorzusehen. Der Einfluss von Wechselfeldern auf Geräte und Umwelt soll möglichst vermieden werden, verbaute Einheiten sollen sich keinesfalls gegenseitig beeinflussen und vor unerwünschten Einflüssen von außen geschützt sein. Zink ist sehr gut als Werkstoff für die Abschirmung gegen elektromagnetische Strahlung geeignet. Dabei gibt es grundsätzlich zwei Wege, diese Wirkung des Zinks zu nutzen: So kann das Bauteil aus Zink gefertigt werden. Sollte der Werkstoff für ein komplettes Bauteil nicht infrage kommen, entfaltet eine durch Thermisches Spritzen aufgebrachte Zinkschicht die gleiche Wirkung, sodass sich die positiven Eigenschaften mehrerer Werkstoffe - beispielsweise Kunststoff - gut kombinieren lassen.

Regen, Schnee, Tausalze und Steinschläge: Höchste Kräfte und widrigste Umweltbedingungen wirken auf viele Bauteile, die fast immer sicherheitsrelevante Funktionen besitzen, ein. Feuerverzinkter Stahl bietet hier robusten Schutz. Ausschlaggebend ist dafür neben der elektrochemischen Schutzwirkung von Zink auf Stahl die feste Verbindung beider Werkstoffe durch die Ausbildung einer Stahl-Zink-Legierungsschicht. Diese sorgt dafür, dass auch mechanischen Beanspruchungen durch Verformung oder Steinschlag Widerstand entgegengesetzt wird. Auch hier ist die Entwicklung nicht stehengeblieben: In den vergangenen Jahren haben neue hoch- und höchstfeste Stahlsorten Einzug in den Automobilbau gehalten - und jede neue Stahlsorte macht eine Optimierung der Verzinkung als Korrosionsschutz erforderlich. Stahl und Zink arbeiten hier Hand in Hand im "Galvanized Autobody Partnership"-Programm. Der Trend zu größeren Autos kann so ermöglicht werden, ohne dass das Gewicht der Fahrzeuge aus dem Ruder läuft.

Die Verlängerung der Lebensdauer von Stahl im Auto durch einen optimalen Korrosionsschutz ist bereits ein Indiz für einen effizienten Umgang mit Klima und Ressourcen. Wichtig ist jedoch auch, dass die verwendeten Werkstoffe wieder nutzbar gemacht werden, wenn das Auto nach vielen Jahren verschrottet wird. Für Zink gilt: Aus Zinkdruckgussteilen werden wieder Zinklegierungen. Verzinkter Stahl wird in der Stahlindustrie recycelt. Das anhaftende Zink wird dabei im Stahlwerksstaub angereichert und wieder zu Zink verarbeitet. Die auf diese Weise weitgehend geschlossenen Kreisläufe stehen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Rohstoffen.

 

Kontakt:

Dr.-Ing. Sabina Grund
INITIATIVE ZINK in der WirtschaftsVereinigung Metalle

Am Bonneshof 5
40474 Düsseldorf

Fon: 0211 47 96 166
Fax: 0211 47 96 25 166

E-Mail: informationen@initiative-zink.de
Internet: www.zink.de

 

 



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