Donnerstag, den 15. Oktober 2015

Mit Feuerverzinkung sind Anlagen der Schwerindustrie gut geschützt

Kategorie: Feuerverzinken, Ressourceneffizienz, Bauwesen

Raue Bedingungen und eine staubige Umgebungsluft in Industriegebieten, unterschiedliche Temperaturen oder Temperaturschwankungen, Schlag- und Verschleißbeanspruchungen, Montage und Demontage: Stahlbauteile müssen in der Chemie- und Prozessindustrie, in Kraftwerken und unter Tage einiges aushalten – und in allen Bereichen sind ein wirksamer Korrosionsschutz und eine Minimierung des Wartungsaufwands zwingend erforderlich. Denn letztlich sind diese Anlagen auch mit hohen Investitionen und die Wartung ist mit teuren Stillstandszeiten verbunden. Die Feuerverzinkung von Stahl ist hierfür ein bewährtes Korrosionsschutzverfahren – sowohl im Hinblick auf die Lebensdauer als auch hinsichtlich des minimalen Wartungsaufwands und der Auswirkungen auf die Umwelt. Doch besonders im Kraftwerksbau ist das Verfahren bisher noch wenig verbreitet.


Feuerverzinkter Stahl im Anlagenbau

In Bezug auf Lebensdauer, Ressourceneffizienz und Umweltschutz kann die Feuerverzinkung im Kraftwerksbau eine vielversprechende Alternative zur Farbbeschichtung sein. (Bildquelle: © industrieblick/fotolia.com)

„Die Anforderungen an den Korrosionsschutz in Kraftwerken sind sehr unterschiedlich“, erklärt Dipl.-Ing. Ullrich Pfabe, Geschäftsführer der Züblin Stahlbau GmbH, „im Innenbereich, also im Maschinen- und Kesselhaus, sind sie in der Regel eher niedrig. Und sonst hängt die Beanspruchung vom Aufstellort der Anlage und den dort herrschenden Witterungseinflüssen ab. Aber – und das ist ein wesentlicher Punkt: Durch den Baustellenbetrieb mit Zwischenlagerungen und -transporten sowie den Einfluss von Drittgewerken werden an die mechanische Beanspruchbarkeit sehr hohe Anforderungen gestellt. Farbbeschichteter Stahl, der in diesem Anwendungsfeld momentan Standard ist, wird hierbei oft beschädigt, was dann kostenintensive Nachbesserungen zur Folge hat.“

In Bezug auf Lebensdauer, Ressourceneffizienz und Umweltschutz kann die Feuerverzinkung im Kraftwerksbau eine vielversprechende Alternative zur Farbbeschichtung sein: An der Stahloberfläche bildet sich beim Feuerverzinken eine Eisen-Zink-Legierung, die einen Korrosionsschutz bewirkt, der sich von anderen Verfahren unterscheidet. Feuerverzinkte Oberflächen sind nicht nur gegen Wind und Wetter, sondern auch optimal vor mechanischen Beanspruchungen geschützt. Und zwar für Jahrzehnte: Selbst bei höherer Belastung beträgt die Schutzdauer in der Regel mehr als 25 Jahre. Ullrich Pfabe: „Gerade Kraftwerksbauten sind auf langfristige Investitionen auf Lebenszyklen von 40 Jahren und mehr ausgelegt. Die Kosten, die in dieser Zeit für die Instandhaltung und hier speziell für die Erneuerung des Anstrichs entstehen, spielen in den Wirtschaftlichkeitsrechnungen der Betreiber eine zunehmend wichtigere Rolle. Die Feuerverzinkung kann hier enorm punkten – besonders wenn man an die hohe Wirtschaftlichkeit durch geringen Wartungsaufwand über die gesamte Lebensdauer hinweg denkt. Denn im ersten Schritt ist eine Feuerverzinkung im Vergleich mit einfachen Farbsystemen erst einmal teurer.“

Genau hier setzt ein aktuelles Forschungsprojekt an: Die Fachgemeinschaft Anlagen- und Kraftwerksbau des Deutschen Stahlbauverbands beschäftigt sich in einem Versuch damit, das Langzeitverhalten von farbbeschichteten und feuerverzinkten Konstruktionen zu untersuchen. „Ziel ist nachzuweisen, dass der Unterhalt einer feuerverzinkten Konstruktion deutlich billiger ist, als den potenziellen Anwendern derzeit bewusst ist“, so Dr. Thomas Pinger, verantwortlich für Nachhaltigkeit und Innovationsmanagement bei Voigt & Schweitzer, die an dem Projekt beteiligt sind, „die Ergebnisse können dann auch eine Signalwirkung für andere Schwerindustrien wie den Bergbau oder die Chemieindustrie haben. Denn um eine möglichst unterbrechungsfreie Förderung und Produktion zu sichern, müssen auch die Anlagen in diesen Bereichen mit einem hochwertigen Verschleiß- und Korrosionsschutz versehen werden.“

 

Kontakt:

Dr.-Ing. Sabina Grund
INITIATIVE ZINK in der WirtschaftsVereinigung Metalle
Am Bonneshof 5
40474 Düsseldorf
Fon: 0211 47 96 166
Fax: 0211 47 96 25 166
E-Mail: informationen@initiative-zink.de
Internet: www.zink.de


Dateien:
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