Montag, den 14. Dezember 2015

Zinkknetlegierungen erschließen neue Anwendungsfelder bei höchster Energieeffizienz

Kategorie: Innovationen

Zink ist an sich schon ein faszinierender Werkstoff, denn es schützt Stahl nachhaltig vor Korrosion. Gibt man dem Zink aber wohldosiert andere Metalle hinzu, entstehen Legierungen, die andere und je nach Art und Menge der Legierungselemente unterschiedliche Eigenschaften haben. Zinklegierungen werden seit Langem erfolgreich im Druckguss eingesetzt oder aber gewalzt an Dach und Fassade montiert. Des Weiteren ist Zink ein wichtiges Legierungselement für Kupferwerkstoffe wie zum Beispiel Messing, das im Sanitärbereich oder dekorativ in der Innenarchitektur verwendet wird. Ganz neu entwickelt wurden hingegen sogenannte Knetlegierungen auf Zinkbasis, das heißt ein Werkstoff, der sich schmieden und zerspanen lässt. Damit werden neue Anwendungsbereiche erschlossen, in denen Zink eine energiesparende Alternative ist.


Zinkknetlegierungen

Zinkknetlegierungen unterscheiden sich von anderen Legierungen durch eine ihre Verformbarkeit begünstigende Zusammensetzung für Aufgaben beim Walzen, Pressen, Ziehen und Schmieden. [Bildquelle: Grillo]

Nach einer mehr als zehnjährigen Entwicklungszeit hat die Grillo-Werke AG jetzt unter dem Namen „Zinc Extrusion Products (ZEP)“ Knetlegierungen auf Zinkbasis zur Marktreife gebracht. Sie unterscheiden sich von anderen Legierungen – beispielsweise im Gussbereich – durch eine ihre Verformbarkeit begünstigende Zusammensetzung für Aufgaben bei der Weiterverarbeitung und genügen höchsten Ansprüchen an Werkstoffqualitäten und Toleranzen. Halbzeuge aus ZEP werden in hochmodernen Gieß- und Strangpressverfahren hergestellt und stehen standardmäßig als Rundstange oder Sechskantprofil zur Verfügung. „Dabei kommen die neuen Zinklegierungen zum Einsatz, durch die zuvor mit Zinkwerkstoffen nicht erreichbare mechanische Eigenschaften und Halbzeuggeometrien realisiert werden können. Gezielt werden dem Zink Anteile von Kupfer, Aluminium und Magnesium zulegiert. Dadurch kann man zum Beispiel definierte Zugfestigkeiten einstellen, die wiederum eine Voraussetzung dafür sind, dass man einen Werkstoff schmieden und zerspanen kann“, erklärt Markus van Wesel, der im Geschäftsbereich Metall der Grillo-Werke AG für Zinkknetlegierungen zuständig ist.

Die Zinc-Extrusion-Produkte zielen auf Anwendungen im Bereich der Baubeschlagindustrie, der Schmiede- und Zerspanungstechnik und im Sanitärbereich. Ihre Vorteile sind die im Vergleich zu anderen in diesem Bereich eingesetzten Werkstoffen günstige Rohstoffbasis, ein vergleichbar geringes Bauteilgewicht, geringe Ver- und Bearbeitungstemperaturen und ein entsprechend niedriger Energieeinsatz sowie eine sehr gute Weiterverarbeitbarkeit. Markus van Wesel: „Darüber hinaus sind ZEP-Halbzeuge vollständig recycelbar und können im Kreislauf verwendet werden. Primärschrott, das heißt Schmiede- oder Stanzreste, Verschnitt oder Späne, die bei der Weiterverarbeitung anfallen, nimmt die Grillo-Werke AG zurück und führt sie wieder dem Produktionsprozess zu.“ Für spezifische Anwendungen steht eine breite Palette optimierter ZEP-Werkstoffe und -Halbzeuge bereit. Weitere Entwicklungen für auf die Marktbedürfnisse angepasste ZEP-Halbzeuge werden in Abstimmung mit den Kunden durchgeführt.

 

Kontakt:

Dr.-Ing. Sabina Grund


INITIATIVE ZINK in der WirtschaftsVereinigung Metalle


Am Bonneshof 5


40474 Düsseldorf


Fon: 0211 47 96 166


Fax: 0211 47 96 25 166


E-Mail: informationen@initiative-zink.de


Internet: www.zink.de

 

 


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