Schulprojekt der Hauptschule Am Luisenhof in Nordenham

In den Fächern Chemie, Biologie und Kunst der Jahrgangsstufe 9

Mit Zink Schule gestalten

Vom 18. bis 20. April 2005 fanden an der Hauptschule Am Luisenhof in Nordenham  Projekttage rund um das Thema Zink statt. Etwa 50 Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe beteiligten sich an dem Projekt. Zur Vorbereitung des Projektes hatten sich die SchülerInnen des Wahlpflichtkurses Kunst unter der Anleitung ihrer Lehrerin Gedanken dazu gemacht, welche Objekte sie aus Zinkblech herstellen können. Als Thema hatten sie sich die bildlich gegenständliche Darstellung aller Unterrichtsfächer wie z.B. Deutsch, Mathematik, Hauswirtschaft, Sport und natürlich Kunst ausgewählt. Für das Fach Chemie planten die interessierten Schüler in Abstimmung mit ihrem Lehrer als Vorbereitung auf die geplante Werkbesichtigung bei der Firma Xstrata Zink GmbH in Nordenham die Durchführung der elektrolytischen Zinkgewinnung als Schulversuch.

Das Kunst-Projekt

© Initiative Zink

Das Projekt begann am Montagmorgen mit einem Kurzvortrag über Zink mit allen seinen Facetten von der Herstellung über die Verarbeitungsmöglichkeiten bis hin zu den Anwendungen u.a. im Baubereich und als Korrosionsschutz für Stahl sowie die Bedeutung von Zink für die Gesundheit.

Die SchülerInnen der Kunstgruppe erhielten anschließend von einem Mitarbeiter der Firma Rheinzink, Anleitung bei der Umsetzung der die vorgefertigten Skizzen und Entwürfe in Zinkobjekte umsetzen. Dazu erklärte er ihnen den Umgang mit dem Material Zinkblech und den verschiedenen Blechscheren. Und dann ging es los mit dem Skizzieren, Schneiden, Biegen und Hämmern.

Die Biologie-AG

© Initiative Zink

Zink ist ein lebenswichtiges Spurenelement für Menschen, Tiere und Pflanzen.

Erhält der Organismus zu wenig Zink, so herrscht Zinkmangel. Beim Menschen führt dieser zu Zinkmangelerkrankungen. Pflanzen gedeihen nicht mehr, wenn sie nicht ausreichend mit Zink versorgt werden. Über einen weiten Bereich hinweg können die Organismen aus dem zur Verfügung stehenden Zink genau die Menge aufnehmen, die benötigt wird. Erst bei einem sehr hohen Überangebot versagt diese automatische Regelung (Homöostase). Die Biologiegruppe beschäftigte sich mit Zink als lebensnotwendigem Spurenelement und seiner Bedeutung in der Ernährung. In der praktischen Anwendung resultierte daraus eine köstliche Quarkspeise aus zinkreichen Zutaten mit Obst, die alle Projektbeteiligten zum Abschluss des ersten Tages essen konnten

Die Chemie-AG

© Initiative Zink

Währenddessen wurde in der Chemie experimentiert, beobachtet und gerührt; als erste Einführung in die Chemie des Zinks wurde Zinkwolle verbrannt und der Versuch von den Schülern beobachtet und analysiert. Was war passiert? Zinkwolle mit sichtbar dicken metallischen Fäden reagierte zu etwas Pulverförmigem? Und die Waage zeigte eine Gewichtszunahme an! Die Schüler kamen gemeinsam zu dem Schluss, dass dort eine Zinkverbindung entstanden sein musste: das Zinkoxid. Als nächstes wurde dann aus Zinkoxid, Vaseline und Weizenstärke Zinksalbe hergestellt. Der Versuch zur elektrolytischen Gewinnung von Zink wurde aufgebaut und in Gang gesetzt.

Besuch in der Arbeitswelt - Werksbesichtigung

Schmelzofen
© Initiative Zink

Am nächsten Tag fand für die Schüler der Chemiegruppe eine Besichtigung der Zinkherstellung bei Xstrata Zink (heute: Nordernhamer Zinkhütte) in Nordenham statt. Mitarbeiter des Unternahmens erklärten ausführlich und leicht verständlich den Ablauf der Produktion beginnend mit der Anlieferung des Konzentrates über den Röstprozeß und die Laugung bis hin zur elektrolytischen Zinkgewinnung und Umschmelzung der Platten zu versandfertigen Zinkblöcken. Nach der beeindruckenden Führung durch die einzelnen Produktionsbereiche, konnten sich die Schüler bei belegten Brötchen und Getränken stärken.                 

Zum Abschluss sprachen Schüler und die Xstrata (heute Nordenhamer Zinkhütte) Mitarbeiter über Praktikums- und Ausbildungsmöglichkeiten. Während sich die "Chemiker" die Herstellung von Zink zeigen ließen, beschäftigten sich die "Künstler" weiterhin mit der Herstellung ihrer Zinkskulpturen, die später einmal den Schuleingangsbereich verschönern sollen und die "Biologinnen" recherchierten im Internet nach weiteren Informationen rund ums Zink.

Präsentation der Arbeitsergebnisse

© Initiative Zink

Der dritte Tag begann mit der Vorbereitung der Präsentation. Im Werkraum wurden inzwischen die Teile zusammengelötet und stabilisiert, damit sie auf den vorbereiteten Pfosten fixiert werden konnten.

Die Chemiker bereiteten die Präsentation auf Plakaten und per Computer vor, die Biologinnen beschäftigten sich mit der Vorbereitung des "Zinkfrühstücks" für alle Projektteilnehmer und gaben ihrer Präsentation den letzten Schliff. Um 11.00 Uhr war es dann soweit: in Anwesenheit der örtlichen Presse leitete der Rektor Herr Battenberg die Präsentation der Schüler ein.

Dann präsentierten die Schülerinnen der Biologiegruppe die Bedeutung des Zinks für die Gesundheit des Menschen und informierten über die zinkhaltigen Lebensmittel, die im anschließenden Frühstück dann verzehrt werden konnten. 

Die Kunstgruppe stellte die Konzeption ihrer Arbeit und die Arbeitsweise vor und zum Schluss natürlich die fertig gestellten Kunstwerke. Das Projekt endete mit einem Gruppenfoto mit Kunst vor der Schule.


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