Was ist die „Patina“ und was versteht man unter einer Abschwemmrate?

Atmosphärischen Einflüssen ausgesetztes, unbeschichtetes Zinkblech bildet allmählich eine Oberflächenschicht aus Korrosionsprodukten, die Patina. Die vorherrschenden Konzentrationen luftfremder Stoffe sowie die Umweltbedingungen bestimmen im Wesentlichen die Zusammensetzung und die schützenden Eigenschaften der Patina. Als Folge trockener und nasser Ablagerungen kann ein Teil der Patina abfgelöst und von der Oberfläche abgeschwemmt werden. Nur diesen geringen freigesetzten Metallteil bezeichnet man als Metallabschwemmung Der andere, größere Teil der Patina während des Niederschlags auf der Oberfläche verbleibt.

Der Schwefeldioxidgehalt der Atmosphäre ist der dominierende Einflussfaktor auf diesen Korrosionsprozess. Mit dem starken Rückgang der Schwefeldioxidgehalte in der Luft haben auch die Abschwemmungen stark abgenommen. Die Abschwemmraten liegen heute erheblich niedriger als jene geschätzten Daten, die früher als Grundlage für geltende gesetzliche Maßnahmen und Verordnungen dienten

Kann das abgeschwemmte Zink von Pflanzen und Tieren aufgenommen werden?

Zink existiert in verschiedenen chemischen Formen, von denen das freie (hydratisierte) Metallion in der Regel die größte Bioverfügbarkeit besitzt. Als fester Bestandteil einer chemischen Verbindung weist das Metall meist eine sehr viel geringere Bioverfügbarkeit auf, d. h., es kann schlechter von den Organismen in der Umwelt aufgenommen werden. Messungen von Dachabflüssen metallgedeckter Dächer zeigten, dass der größte Teil des freigesetzten Kupfers und Zinks zunächst in einer ionischen und demzufolge bioverfügbaren Form vorliegt.

Abschwemmwasser von einem Dach oder Gebäude wird typischerweise durch Fallrohre einer Abwasseraufbereitungsanlage zugeleitet oder oberirdisch bzw. unterirdisch versickert. Es kommt dabei bereits in unmittelbarer Umgebung des Dachs in Kontakt mit organischem oder anorganischem Material (zum Beispiel Kalkstein und Erdreich). Das führt zu wichtigen Veränderungen der chemischen Komponentenbildung (Komplexierung, d. h. Festlegung in einem Molekülverbund).

Neuere Untersuchungen zeigen, dass der bioverfügbare Anteil von Kupfer und Zink bereits in der unmittelbaren Umgebung des Dachs eine rasche und erhebliche Reduzierung erfährt.


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