Welche Fügeverfahren können für Zinkdruckgussteile eingesetzt werden?

Zinkdruckgussteile können mit den bekannten Fügeverfahren ohne Probleme mit anderen Bauelementen aus verschiedenen Werkstoffen verbunden werden.

Dabei sind Schraubverbindungen in den meisten Fällen die beste Lösung. Die physikalischen Eigenschaften wie Härte, Kriechen und Quetschgrenze sollten jedoch beachtet und durch große Auflageflächen mittels Unterlegscheiben berücksichtigt werden. Bei häufig zu lösenden Schraubverbindungen ist es zweckmäßig, Gewindeeinsätze aus Stahl einzusetzen – beispielsweise Heli-Coil. Um Kontaktkorrosion bei Feuchtigkeitszutritt zu vermeiden, müssen die erforderlichen Konstruktionsbedingungen für Schraubverbindungen eingehalten werden. Das betrifft besonders die Verbindung verschiedener Werkstoffe, wie zum Beispiel Zinkdruckguss und Magnesiumbauteile. Unter Umständen sind verzinkte Schrauben oder solche aus Edelstahl zu verwenden. Schrauben mit Flansch am Sechskantkopf haben den Vorteil, dass der Elektrolyt abfließen kann.

Nietverbindungen sind durch das Mitgießen der Nietschäfte ein besonders wirtschaftliches Fügeverfahren. Beim Nietvorgang wird das zu verformende Metall durch einen einzelnen Schlag zu einem Nietkopf geformt. Durch eine schnelle Abfolge von Schlägen geringerer Intensität lässt sich aber der gleiche Effekt erzielen. Weitere Möglichkeiten bieten das Kreisel- oder das Taumelnieten. Dabei werden unter Temperatureinwirkung größere Umformgrade erreicht. Auch können in einem Arbeitsgang mehrere Nietungen durchgeführt werden.

Klebverbindungen ergeben eine gute kraftschlüssige Verbindung. Dem verwendeten Klebstoff entsprechend (Ein- oder Zweikomponentenkleber) lassen sich Scherzugfestigkeiten von ca. 20 N/mm erreichen. Die Klebeflächen müssen eben und völlig frei von fetthaltigen Verunreinigungen sein. Daher ist der Entfettung mit einem geeigneten Reinigungsmittel besondere Sorgfalt beizumessen.

Schweiß- und Lötverbindungen sind bei Zinklegierungen durchaus möglich und werden vorzugsweise bei Reparaturen von alten Druckgussteilen angewandt. Es ist darauf zu achten, dass nur blei- und zinnfreie Löt- und Schweißmittel eingesetzt werden, um eine spätere interkristalline Korrosion zu vermeiden.  

Weitere Fügemethoden sind zum Beispiel das Crimpen, das Verpressen, das Gesenkdrücken und das Reibschweißen. Alle Verfahren sind auf die guten Verformungs- und Wärmeeigenschaften von Zink zurückzuführen.


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