Welche Werte sind als Schwindfaktor bei der Werkzeugkonstruktion einzusetzen?

Die Volumenverminderung beim Erstarren nennt man Schwinden. Beim Abkühlen im festen Zustand erfolgt eine weitere Volumenabnahme im festen Zustand, die man als Schrumpfen bezeichnet.

Beim Gießen verwickelt gestalteter Teile in stählernen Druckgießformen, die nicht nachgiebig sind, kann das Schrumpfen zu Feinrissen führen.

Schrumpfen und Schwinden bestimmen das Schwindmaß. Darunter wird der Längenunterschied verstanden, den das Gussteil bei Raumtemperatur gegenüber den Abmessungen der Gießform aufweist.

Bei der Werkzeugkonstruktion sollten Werte von 0,6 bis 1,1 % berücksichtigt werden. Diese Toleranzbreite ist von der Abkühlgeschwindigkeit nach dem Gießen, der Wanddicke, der Größe sowie von weiteren teil- und werkzeugbedingten Gegebenheiten abhängig.

Ein Maßverzug, zum Beispiel bei U-förmigen Teilen (Innenmaß), wird mit dem linearen Prozentwert nicht berücksichtigt. Es bedarf der Erfahrung des Werkzeugkonstrukteurs in Zusammenarbeit mit dem Gießer, diese Maßveränderungen durch konstruktive und gießtechische Möglichkeiten zu begrenzen.


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