Mit welchen Verfahren lassen sich Zinkdruckgussteile mechanisch bearbeiten?

Alle bekannten mechanischen Bearbeitungsverfahren zur spanlosen Formgebung können angewendet werden. Da Zinkdruckgussteile mit hoher Genauigkeit gegossen werden, kann auf ein Abdrehen oder Fräsen von Außenflächen größtenteils verzichtet werden.

Eine maschinelle mechanische Bearbeitung ist nur dann erforderlich, wenn Hinterschneidungen ausgearbeitet werden müssen oder ein Gießgrat nicht anders zu entfernen ist. Auch werden kleine Löcher gebohrt, die aus wirtschaftlichen Gründen nicht als Kernlöcher vorgegossen werden.

Bei einer spanabhebenden Bearbeitung reichen Bearbeitungszugaben von nur 0,1 bis 0,5 Millimetern aus. Genaue Angaben über Bearbeitungszugaben sind der ISO-Norm 8062 zu entnehmen.

Zinkdruckgussteile haben je nach Legierung eine Härte nach Brinell HBN (500-10-309), sodass mit hohen Schnittgeschwindigkeiten und einer geringen Spanabnahme die beste Oberfläche erzielt werden kann.

Zinklegierungen neigen bei der Zerspanung zu Schneidansätzen. Deshalb sind die Einhaltung der zweckmäßigen Span- und Freiwinkel, die richtige Werkzeugeinstellung und eine angemessene Einstellung des Vorschubs erforderlich. Freiwinkel, Spitzenwinkel und Spanwinkel sind abhängig von der Werkzeugart (Hartmetall oder Schnellarbeitsstahl HSS). Obwohl die meisten Zerspanungsarbeiten ohne Kühlung oder Schmierung möglich sind, können handelsübliche Emulsionen eingesetzt werden. Allerdings ist darauf zu achten, dass die anhaftende Emulsion durch Waschen bzw. Entfetten zu entfernen ist.


Google Analytics Opt-Out Cookie wurde erfolgreich gesetzt.

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Akzeptiert